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Kette & Ritzel

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Die passende Kette, die Kassette & das Ritzel - ein komplexe Angelegenheit

Der Antrieb ist ein wesentlicher Teil eines Fahrrades. Jedoch wird er zunehmend komplexer. Klassisch unterscheidet man in Kettenschaltungen und Nabenschaltungen, jedoch hat sich in den Schaltungs-Kategorien die Vielfalt vergrößert. Das bringt durchaus ein wenig Verwirrung und fordert eine Beschäftigung mit der Materie. Singlespeed-Puristen, die auf einen einzigen Gang am Rad vertrauen, dürfen hier kurz lächeln, aber auch für die Schaltungsverweigerer finden sich in den nächsten Absätzen interessante Informationen.

Die Kettenschaltung verändert die Übersetzung durch ein Umsetzen der Kette selbst über Ritzel und Kettenblätter. Dabei wird die Kette mittels Umwerfer und Schaltwerk umgesetzt und so den jeweiligen Gegebenheiten (bergauf, bergab, gewünschte Trittfrequenz) angepasst. Waren bis vor rund 5 Jahren noch alle MTB-Antriebe vorne dreifach und hinten mit 7, 8 oder 9 Ritzel ausgestattet, so hat sich nach der Einführung der 10-fach Schaltung aufgrund der größeren Bandbreite der Kassetten die Möglichkeit ergeben, vorne auf eines oder gar zwei Kettenblätter zu verzichten. Fahrradkette von Shimano Welche Version hier für Dich die richtige ist, ist letztendlich Geschmackssache. Aber grundsätzlich empfiehlt sich eine Einblattschtestaltung (also nur ein Kettenblatt vorn) für Racer, während All Mountain-Fahrer gern vorn zwei oder drei Kettenblätter verwenden, da diese letztlich doch die größte Bandbreite für rasante Abfahrten und steilste Anstiege bieten. Hier muss man jedoch etwas mehr Gewicht in Kauf nehmen. Eine Schaltung mit nur einem Kettenblatt bietet zwar weniger Bandbreite, jedoch sind alle Gänge voll nutzbar, ein Verschalten im hektischen Rennbetrieb ist praktisch ausgeschlossen und es spart gegenüber einer Schaltung mit mehr Blättern etwa ein halbes Kilogramm an Gewicht (linker Schalthebel, vorderer Umwerfer und Zug entfallen) am Rad.

Die Nabenschaltung führt die Kette mittels nur eines Kettenblatts auf ein Ritzel. Die Schaltvorgänge selbst finden in der Hinterradnabe über ein Getriebe statt. Dabei gibt es Nabenschaltungen ab 3 und bis zu 14 Gängen. Dazu gekommen sind Getriebeschaltungen, die im Bereich des Tretlagers liegen und damit den Schwerpunkt zentraler ins Rad liegen. Der Vorteil aller Getriebeschaltungen ist die immer gleiche Kettenlinie, die den Verschleiß gegenüber einer Kettenschaltung deutlich reduziert, jedoch sind Getriebe auch schwerer und oft kritisch für den Schwerpunkt eines Rades. Daher kommen Getriebelösung nur selten im MTB- und Rennrad zum Einsatz.

Die einzelnen Bestandteile und worauf Du beim Neukauf achten solltest

Fahrradketten:
Das ist relativ eindeutige der Gliederstrang, der die Kraft von der Kurbeleinheit vorn auf die Nabe hinten überträgt. Die Kette wird entsprechend ihrer Verwendung für unterschiedliche Schaltungskategorien unterschieden und unterscheidet sich vor allem in der Kettenbreite. Aber auch die Qualität unterscheidet sich durchaus. Viele Leute neigen dazu günstigere Ketten zu fahren (im Vergleich zum Antrieb), da die Kette das Hauptverschleißteil ist. Jedoch lässt sich dem entgegenstellen, dass ein hoher Verschleiß an der Kette auch stärker an Ritzeln und Kettenblättern nagt und diese ebenso schneller verschleißen. Also empfiehlt es sich eigentlich, an diesem eher günstigen Bauteil nicht zu sparen, sondern eine ordentliche, voll-vernickelte Kette zu verwenden.

Kassetten & Ritzel:
Ein Ritzel ist das Zahnrad, welches die Kraft der Kette auf die Naben und damit auf das Rad überträgt. Eine Zusammenfassung von mehreren Ritzeln (aktuell bis zu 11 Stück) auf einem Träger bezeichnet man als Kassette. Ähnlich der Kette gibt es hier ebenfalls Qualitätsunterschiede, jedoch muss die Kassette in erster Linie zur Schaltung passen. Gibt der Schalthebel z.B. 10 Gänge vor, so kannst Du auch nur eine 10-fach Kassette fahren. Hier kannst Du dann noch zwischen engeren Abstufungen für kleinere Schaltsprünge und weiten Abstufungen für eine möglichst große Bandbreite wählen.

Kettenblätter & Bashguards:
Das Kettenblatt ist nun das Zahnrad, welches die Kraft von der Kurbel auf die Kette überträgt. Der Bashguard ist ein Schlagschutz, der das Kettenblatt vor dem Aufsetzen beim Überfahren hoher Hindernisse, wie z.B. Baumstämmen, schützt. Kettenblätter von RotorDas Kettenblatt ist in seiner Größe ebenfalls entscheidend für die Bandbreite des Gesamtantriebs. Vor dieser Wahl musst Du aber unbedingt den Lochkreis Deiner Kurbel kennen, denn nicht jede Kettenblattgröße lässt sich auf jedem Lochkreis fahren. Der Lochkreis ist der Durchmesser des gedachten Kreises, welcher mittig durch die Kettenblattschrauben führt. Gängig sind hier momentan 104 mm und 64 mm (MTB 3/2-fach), 110 mm (Rennrad „Compact“) und 130 mm (Rennrad „Standard). Für die Verwendung von nur einem Kettenblatt sind momentan aber verschiedene Lochkreise und Direktmontagestandards in Produktion. Hier ist also unbedingt genau zu schauen, was passt.
Für die meisten Einfach-Schaltungen gibt es sog. „Single-Narrow“-Kettenblätter. Diese passen sich mit der Zahnbreite der Kettenform aus schmalen Gliedern und breiteren Laschen an und verhindern so das Abspringen der Kette. Jedoch sind diese Kettenblätter, genau wie alle Single-Kettenblätter nicht schaltbar, da sie keine Steighilfen aufweisen.

Worauf achten beim Ersatzteilkauf? Von der Kurbelschraube bis zum Nietstift

Schrauben für Kettenblatt & Kurbel:
Die Kurbelschraube muss, wen wundert´s, zur Kurbel passen. Für einige gängige Kurbeln gibt es schöne, bunte oder besonders leichte Tuningversionen. Das trifft noch mehr auf Kettenblattschrauben zu. Dabei hat sich Aluminium als Material weitgehend durchgesetzt. Hier gibt es allerdings auch Maße zu beachten. Die meisten Kettenblattschrauben arbeiten mit 8 mm-Gewinden, jedoch gibt es auch einige wenige Kurbeln, die mit 10 mm arbeiten. Besonders wichtig ist jedoch die Länge. Gängig sind 5 mm für die Montage eines einzelnen Kettenblatts, die Länge für die Montage von zwei Kettenblättern oder einem Blatt und einem Bashguard an einem Befestigungspunkt beträgt 7 oder 8 mm und für die Montage von besonders dicken Polycarbonat-Bashguards gibt es auch mal 10 oder 13 mm Kettenblattschrauben.

Kettenzubehör:
Damit ist letztlich alles Material gemeint, welches zur Reparatur oder der Montage der Kette benötigt wird. Es handelt sich also entweder um Nietstifte oder Kettenschlösser. Der Nietstift ist immer noch die sicherste, langlebigste Version, eine Kette zu verschließen und wird so auch von Shimano und Campagnolo verwendet. Sram und KMC setzten auf das praktische, weil werkzeugfrei zu schließende Kettenschloss, welches aus zwei ineinander greifenden Laschen mit entsprechenden Stiften besteht. Insbesondere KMC bietet hier auch Nachrüstversionen für Ketten von Shimano und Campagnolo an. Ein Verschlussmechanismus liegt im übrigen jeder neuen Kette bei. Beim Kauf des Ersatzteils ist aber in jedem Fall auf die Kettenbreite und oft auch auf den Kettentyp zu achten.

 
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