Radlos in Indien // Lost in India

Sollen wir überhaupt einen Blogeintrag über die Zeit in Indien verfassen? Schließlich sind wir gar nicht Rad gefahren! Ja, denn die Zeit ohne Fahrräder und ohne Zelt hat uns gezeigt wie sehr wir das Radreisen vermissen.

Shall we even write a blog on our time in India since we didn’t cycle at all!? Yes, because being apart from the bikes and our tent, we discovered that we really miss bicycle touring.

Rikscha fahren ist echt schwer

In den ersten Tagen in Delhi haben wir uns richtig reingestürtzt ins Getümmel. Vor allem haben wir versucht möglichst viel von den indischen Köstlichkeiten zu genießen. Bis heute können wir nicht genug bekommen von Dal Makhani, Malai Kofta, Thalis, Dosas, Palak Paneer… ich schweife ab.

Dann stand die erste Weiterreise an. Zum Bahnhof gehen, für Tickets anstehen, Preise vergleichen, Anschlüsse planen. Wie kompliziert ist das denn? Wir nehmen einen Nachtbus Richtung Norden. 10 Stunden im Deluxe-Bus (Lüge!). Nach nur 30 Minuten Kurverei ist es wieder da, das mulmige Gefühl in der Magengegend. Wir können es uns nicht ganz erklären, doch seit wir uns nur noch mit dem Fahrrad fortbewegen, wird uns beiden vor allem im Bus schnell übel. Die zurecht gelegten Plastiktüten fanden mitten in der Nacht ihren Einsatz. Völlig fertig erreichten wir Manali, einen bekannten Startpunkt für Wander-/Motorbike- oder Fahrradtouren. Radfahren in Indien erschien uns vor Ankunft sehr mühsam aufgrund des chaotischen Verkehrs, der dichten Besiedlung und Erfahrungsberichten anderer Radfahrer. Außerdem wollten wir uns bewusst eine Pause nehmen.
Doch schnell wird deutlich, dass wir im Norden auf Busse angewiesen sind, wenn wir unsere Traumziele wie das Spitit-Valley, Ladakh und Kashmir erreichen wollen und das jede dieser Fahrten weitaus mehr als 10 Stunden dauern würde.
Wir wünschten uns unsere Fahrräder, die damit verbundene Unabhängigkeit und die wilde Natur zurück. Uns war langweilig ohne Pedale unter den Füßen und zudem musste Marc tagelang mit Fieber im Bett liegen. So entschieden wir uns gegen spektakuläre Natur und für möglichst einfachen Transport (In jetzigen Moment blicke ich an die Wand neben mir, an die eine Hostelbesucherin folgendes geschrieben hatte: “It’s the path that counts and not the destination“. Wie passend).
Wir landeten als nächstes in Dharamsala/McLeod Ganj – auch „Little Lhasa“ genannt.

In Indien ein idealer Ort um tibetische Kultur kennenzulernen, buddhistische Mönche beim Debattieren zu beobachten, über die Geschichte der Tibeter zu lernen und Momos zu essen. Wenn wir schon nicht nach Tibet radeln.
Außerdem pulsierte der Ort vor Freizeitaktivitäten. Über tägliches Yoga, Meditationsversuche, Massagen, Handarbeitskurse, Silber schmieden und Kochkurse haben wir alles mitgenommen.

So konnten wir unsere Räder doch eine Weile vergessen.
Aber nicht ganz. Unter anderem deshalb haben wir uns für einen erneuten Richtungswechsel entschieden. Anstatt mit dem Bus (!) weiter nach Nepal zu tuckern, machen wir uns Ende September mit dem Flieger auf nach Europa. Wir werden uns bald mit unseren geliebten Rädern von Lissabon aus der Heimat nähern. So haben wir bis Weihnachten noch ca. 2-3 Monate Fahrradreise vor uns und können uns ganz sanft wieder auf Deutschland einstellen.
Wir freuen uns sehr darauf!

//

In our first days in Delhi, we really got into the Indian crazyness. Especially, we tried to eat as much amazing food as possible. Until now we still can’t get enough of Dal Makhani, Malai Kofta, Thalis, Dosas, Palak Paneer…I’m drifting away.

Then it was time to move to a new place. Going to the railway station, waiting in line for an hour to compare prices and book, planing ahead. How complicated is that?

We took a night bus further North. Ten hours in a deluxe bus (lie!). Already after 30 minutes of riding, an unpleasant feeling in my stomach. We can not explain it, but ever since we started cycle touring both Marc and I get sick on buses every time. The prepared plastic bag was used at some point in the middle of the night. Totally damaged we arrived in Manali, a well known starting point for (motor-)cycle or trekking tours. Before coming to India, we wished for a break anyway and cycling in India was something we decided against due to chaotic traffic, people everywhere and other cyclists‘ recommendations.

Very soon it dawned to us that if we wanted to go see our dream spots like the Spiti valley, Ladakh or Kashmir that we would need to take buses all along and that every ride would be the double of ten hours. We really missed our bikes and the independence that comes along with it and the wilderness then. We really we’re bored without it. In addition, Marc had a high temperature for almost a week, what made us decide against spectacular nature and for easier transport (Right now as I’m typing this text, I look over to a wall in the hostel where someone wrote: “It’s the path that counts and not the destination.” How suiting).

Next stop: Dharamshala/McLeod Ganj – also known as “Little Lhasa”
Being in India this is an ideal place to get to know Tibetan culture, to see buddhist monks debate in the Dalai Lama Temple, learn about Tibetan history and eat delicious Momos. Since we are not cycling towards real Lhasa anymore…

Furthermore the city was beaming of leasure activities. From daily Yoga classes, trying meditation, massages, knotting bracelets, working with a silver smith to taking cooking classes we tried everything. Like this it was easier to not think about the bikes.

But not completely. That’s why we followed our latest intuition. Instead of taking an at least 35 hours (!) bus (!) ride to Nepal, we’re going to take a plane to Europe in the end of September. From Lisbon we’re gonna cycle back home. Like this we get another 2-3 months of bicycle touring until Christmas and can slowly end this trip the way we love to travel.

More stories on fb: https://www.facebook.com/KronbergToLhasaByBicycle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.