Türkiye çok güzel

Wir liessen am 11. November den Balkan hinter uns und reisten in die Türkei ein. Ob sich hinter der Grenze gleich so viel ändern würde? Der Grenzposten nahe Malko Tarnovo liegt auf ca. 650 m Höhe. Wir starteten an diesem Morgen früh und konnten uns zum Wachwerden richtig warm strampeln. Der Übergang verlief auch hier wieder einmal ereignislos. Danach erwarteten uns neue, breite Straßen mit kaum Verkehr. So ging es kilometerlang durch die nun felsig trockene Landschaft. Der Ausblick war herrlich, das Wetter sonnig und wir voller Vorfreude auf das türkische Essen, neue Begegnungen und unser Etappenziel Istanbul.

Von weiten erahnten wir die erste Stadt auf der Strecke. Voller Erwartung näherten wir uns Kirklareli. Der innerstädische Verkehr war zunächst ganz gewöhnlich. Nach einer Biegung befanden wir uns auf einmal mitten im Gewusel. Männer, die ihre bunten Obst- und Gemüsewägen über den Platz schoben, wildes Gehupe im Kreisverkehr, Menschen aus allen Richtungen und der Muezzin begann pünktlich um 12 Uhr zu rufen. Wir hielten an und strahlten. Genau dieses belebte Treiben hatten wir uns erhofft. Genau dort wollten wir auch unsere erste türkische Spezialität zu uns nehmen. Das hat der Besitzer eines kleinen Köfte-Restaurants gemerkt und uns herzlich willkommen geheißen. Alle Beschäftigten schienen ganz aufgeregt zu sein zwei „Aliens“ auf Fahrrädern im Laden zu bedienen. Einer schaute nach den Fahrrädern, zwei waren damit beschäftigt uns den Tisch zu bereiten, der Chef nahm die Bestellung auf, während der fünfte mir beim Händewaschen half. Das Lamm-Köfte lies nicht lange auf sich warten und schmeckte noch dazu wunderbar. Eine gelungene Begrüßung. Im Anschluss liefen wir noch eine Weile durch die Gassen und wurden immer wieder angesprochen. Wo wir herkämen, ob man uns helfen könne, wie es uns gefalle, auch Segenswünsche waren dabei. Ja, hinter jeder Grenze verbirgt sich eine eigene Welt.
Völlig beschwingt ging es weiter mit guten Erfahrungen. Auf einen Wassertankstop in einem kleinen Dorf erfolgte eine Cay-Einladung eines älteren Herren Ein paar Minuten später war unser Schlafplatz im Dorfgarten beschlossen und offiziell. Durch dieses in-Kontakt-kommen mit den Dorfbewohnern, fühlten wir uns total frei alle Sachen beim Zelt zu lassen, herumzuspazieren und auch abends noch Cay mit den Dorfältesten zu schlürfen. Eine ganz neue Erfahrung.
Am darauffolgenden Abend übernachteten wir im Gemeindehaus eines Dorfes direkt neben der Moschee. Ein weiterer Teehausabend. „Sheriff“, wie er während der vielen Jahre in Deutschland genannt wurde, war Übersetzer für alle Fragen aus dem Publikum. Nach einem langen Gespräch bat er uns zum Frühstück zurückzukehren. Also standen wir um 7 Uhr mit einem Glas Honig und Butter in der Hand auf der Matte. Nur mit einer Handbewegung bedeutete er uns, das wieder wegzupacken. Er begann alles erdenkliche vor uns aufzubauen, wir durften nicht einmal unsere Frühstückseier selbst schälen. Das alles geschah so selbstverständlich und liebevoll, wir waren überwältigt.
Istanbul lag nun direkt vor uns. Eine letzte Nacht an einem See in der Nähe der Vorstadt und auf ins Getümmel. Wir waren nun bereit für eine ausgedehnte Pause. Mal wieder eine andere Art von Alltag erleben wurde gerade in den letzten beiden Wochen immer mehr zum Bedürfnis. Hier laden wir nun unsere Akkus auf und erkunden diese besondere Stadt in unserem eigenen Tempo.

Was wir bisher aufgeschnappt haben, wenn wir in touristischen Stadtteilen unterwegs waren:
„Yes please, nice place, fresh“ (Restaurant direkt am Bosporus)
„Yasmin tea for almost free“ (Grand Basar)
„Syria, from syria, my friend“ (Straßenverkäufer)
„Georg Clooney here, take a look“ (Restaurant im Szeneviertel)

We left the Balkans behind us and entered Turkey on the 11th of November. We wonderedif things will change right behind the border!? The border post in Malko Tarnovo is 650 meters above sea level. We started early this morning, so pedaling up there was our waking up. Crossing the border was without any incidents as usual.
On the other side we got brandnew wide streets with hardly any traffic. Like this we cycled through beautiful dry and rocky landscape for a while. The weather was fantastic and we were in pleasant anticipation of turkish food, new encounters and our first big goal: Istanbul.
We approached the first city then. Kirklareli. The city traffic seemed calm at first, after a turn left we found ourselves in the middle of the vivd crowd. Men who pushed their rolling fruit and veg stalls around, loud horn noises from a roundabout, people coming from every directions and the muezzin calling just in time. We stopped right there, but we couldn’t stop was smiling. We’ve been hoping for exactly this buzz of activity. We saw a small restaurant which offered Köfte. The owner stepped out and welcomed us warmly: Hoş geldiniz!
All the staff seemed to be excited to host two aliens on bicycles for lunch. One was looking after our bikes, two more were busy preparing our table, the owner took the order while the fifth one assisted me cleaning my hands. The lamb Köfte was delicious. A pleasant welcoming!
We walked across the streets of Kirklareli after and a lot of people came to us asking where we were from, if we needed help, how we liked it and even blessed us. Yes, behind every border lies a whole new world.
We were happy and the good experiences kept coming. A stop for refilling our water bottles in a small village turned into a sleepover in the community park. After a cay (traditional tea) with the eldest, we were accepted officially. This getting in touch with people helped us to feel free to leave all our belongings in the park, to walk around as we like and even to sit in the tea house after dawn.

The night after we stayed at a community building just next to the mosque of another lovley village. Evening activities: playing volleyball with the local kids and going to the tea house. “Sheriff”, how he had been called when living in Germany, was the translator for all the audience’s questions. After a long talk about his memories, he invited or even told us to come back for breakfast. 7am. We brought a huge glass of honey and some butter with us. But just with some hand sign he clarified it wouldn’t be needed here. He surprised us with a whole buffet. Everything which was too expensive in our minds to buy the night before in the local grocery store. We weren’t allowed to peel our own eggs or to cut the bread (ekmek). All of this was natural to him and made with love, we were just overwhelmed.
Istanbul was right before us. One last night close to the suburbs. We arrived at the center around noon, ready to stay and relax for a while. Now we explore this special city at our own speed…

How turkish businessmen advertise their goods in the most touristic areas of the city:
“Yes please, nice place, fresh” (riverside tourist restaurant)
“Syria, from syria my friend” (salesmen somewhere in Istanbul)
“Yasmin tea for almost free” (Grand bazaar)
“Georg Clooney here, take a look” (Restaurant in a hip quarter)

One thought on “Türkiye çok güzel

  1. Liebe Carina,
    morgen ist der erste Advent und wir besuchen eine idyllischen Weihnachtsmarkt direkt am Benrather Schloss. Dort warst du auch schon mal mit uns. You remeber??
    Wir hoffen es geht dir weiterhin gut.
    Liebe Grüße aus der Heimat von Iris und Gisela

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