Bkool-Pro

Test: Der Bkool Pro Rollentrainer und Simulator

Bkool-Pro

Nicht jeder ist dafür zu begeistern bei Minus-Graden eine Wintertour auf dem Bike anzutreten… Bis zur 0-Grad Grenze lasse ich mir das gefallen, darunter wähle ich dann doch lieber das Indoor-Training, aber nicht irgendeins, ich habe für mich die perfekte Alternative gefunden… und die macht auch noch verdammt viel Spaß!

Mich hat es letztes Jahr erwischt, im Winter 2014 habe ich mir einen Bkool Pro Trainer zugelegt und bin eingetaucht in die Bkool-Welt mit unfassbar vielen Möglichkeiten! Hier wird es garantiert nicht langweilig: Velodrom, Video, Karte oder 3D-Simulation… Eine Art des Indoor-Trainings, das süchtig macht… und nebenbei noch ein wenig Urlaubsfeeling hinterlässt!

Los geht’s: Ich will sie wieder aus der „Sommerpause“ aktivieren, meine Rolle!

Die Pause für den Bkool Trainer ist hiermit beendet, habe ich beschlossen. Also Abo aktualisiert und die Rollensaison 2015/2016 kann starten! Zeit für eine sonnige Tour in Spanien! Auf der Straße oder finde ich eine MTB Tour? Mhhh, mal sehen was mich erwartet.

Vor ein paar Tagen hatte ich mich auf der Website bereits eingeloggt und mal nach Neuigkeiten geschnuppert. Einige Touren, die ich spannend fand, hatte ich auf meinen „Planer“ gelegt. Also muss ich mir nur etwas nettes raussuchen oder mich einer Tour anschließen, die mich beim Start der Software begrüßen. Auf dem Startbildschirm kann ich ebenso easy und schnell Touren „in der Aufwärmphase“ ausfindig machen, denen ich mich in den nächsten Minuten anschließen kann. Heißt, ich fahre nicht alleine, sondern mit Mitfahrern, die irgendwo auf dem Erdball gerade das gleiche vorhaben wie ich – eine Runde mit dem Bkool drehen! Sehr gerne, da bin ich dabei!

4 Schritte noch bis zur Aufwärmphase:

  • Trainer im Wohnzimmer aufgestellt, ran an die Steckdose
  • Rad einspannen
  • PC an den TV anschließen
  • Einloggen auf der Website und Einloggen in der Software, die mir auch schon automatisch das neueste Update anbietet

…rein in die Klamotten und dann geht’s los.

Immer wieder verleitet mich die 3D-World dazu einen drauf zu setzen. Hast du einmal gemeinsam mit Irgendwem aus Irgendwo am anderen Ende der Welt eine Tour in Spanien gestartet und siehst diesen jemanden auf dem Bildschirm an dir vorbeiziehen, ist der Ehrgeiz geweckt und ich trete rein, was das Zeug hält! Aus der Vergangenheit weiß ich, nach 15 – 20 Minuten Rolle, mit TV oder Lieblingsmusik auf den Ohren, war dann die Luft raus. Mit dem Bkool siehst du dem Ziel entgegen, „komm schon, die 7 km fährst du jetzt zu Ende“ rede ich mir zu, lasse mich etwas zurück fallen und nehme ein bisschen den Druck raus und dann kommt er wieder, der Gegner am Bildschirm, den ich vorhin überholt hatte… No! Und schon bin ich wieder voll drin. Die Beine glühen aber auf der Skala am Bildschirm kann ich sehen, dass ich ¾ der Strecke hinter mir habe, ich will die Punktebewertung für die Tour mitnehmen und ich will diesen Irgendwen aus Irgendwo nicht einfach so den Sieg überlassen. Die Skala am Bildschirm sagt mir, wieviel Prozent Steigung ich gerade bekämpfe und wie lange der Anstieg noch dauert. Es geht bergab, hey… Ich seh das Ziel! Cool … bkool! Am Ende belohnen mich in der animierten 3-D-World jubelnde Zuschauer, die mich ins Ziel begleiten. Wieder einmal eine Tour geschafft. Vielleicht nächstes Mal als Siegerin der Gruppe, mit Eintrag auf der Bestenliste unter den Teilnehmer „Female Senior“, wenn die Konkurrenz nicht so hart ist 😉

Vorgeschichte zu meinem Trainer Bkool Pro

Ausgepackt und aufgestellt war der Trainer super schnell. Im Lieferumfang lag ein Coupon zum Schnuppern der Premium-Funktionen bei. Online erstellt man sich ein Konto auf der Website www.bkool.com, ebenso die Software ist schnell runtergeladen. Los ging es also: Platz im Wohnzimmer vorm TV geschafft, Trainer auf der (separat erworbenen) Matte platziert. Die ausziehbaren Füße des Trainers sorgen für sicheren Stand und schon war das Rad easy eingehängt. Ich hatte mich hier zusätzlich noch für einen Rollentrainer-Reifen von Tacx entschieden, damit ich nicht zu viel Gummi im Wohnzimmer lasse. Trainer an die Steckdose anschließen und dank dem im Lieferumfang enthaltenen ANT+ Stick stellt sich direkt nach dem Login an der Software die Kopplung zum PC her. Das ging so weit echt easy!

Basis Account vs. Premium Account – das volle Paket

Bkool Abo

Quelle: http://www.bkool.com/kostenlos-ausprobieren-fahrradsimulator 08.12.2015

Über die Website nutzt man standardmäßig ein Basis Konto oder bucht monatsweise oder im Jahresabo eine Premium Mitgliedschaft. Ein Basis-Account berechtigt mich nicht dazu auf die große 3D-World zuzugreifen und beschneidet mich in ein paar Funktionen. Ich plädiere also für die Premium Mitgliedschaft! In meinen Augen ist das Angebot von Bkool auch mehr als fair.

  • Unzählige Touren, in unterschiedlichsten Regionen.
  • Ich entscheide wie schwer oder wie lang meine Route wird, welche Gegend ich heute sehen will und
  • die 3D-World lockt mit einmaligen Features: eine einmalige grafische Welt baut sich um meinen Fahrer am Bildschirm auf, Avatare fahren mit mir und ziehen an mir vorbei. An Halloween spukte es sogar…
  • Und da wäre noch die intelligente „RealWeather“ Funktion. Das bedeutet, in meiner ausgesuchten Tour werden die aktuellen Wetterdaten des Ortes umgesetzt, in dem die virtuelle Tour stattfindet, zum Beispiel in Norwegen. Auf dem Bildschirm fahre ich in der Dämmerung, wenn ich um 18 Uhr auf der Rolle starte und man sieht Regentropfen, wenn es in Norwegen gerade schüttet… Auch Windverhältnisse bekomme ich auf der Rolle zu spüren, wenn mir heftiger Gegenwind „in Norwegen“ gerade die Rolle im heimischen Wohnzimmer bremst.

Ganz im Ernst, hört sich das danach an, als könnte es langweilig werden? Meine Antwort heißt „NEIN“…

Gibt es auch Minuspunkte?

Zwei kleine Mankos könnte ich aufführen. Zum einen bedarf es tatsächlich ein klein wenig „mehr“ Vorbereitungszeit, bis man mit dem Bkool startklar ist. Das ist mir die Abwechslung, die mir die Rolle bietet aber wert. Willst du einfach nur „ballern“ und deine Intervalle auf der Rolle schrubben zu lauten Beats aus der Stereoanlage, wirst du nicht der Kandidat sein, der sich für eine Bkool Rolle entscheidet.

Und gelegentliche Verzögerungen fallen mir auf, wenn ich Videos (also gefilmte Aufnahmen) fahre. Z.Bsp. wenn ich auf dem Bildschirm einen Anstieg beginne, meine Rolle das aber noch nicht umsetzt. Hier braucht es manchmal ein paar Sekunden länger bis die Steigung spürbar wird. In meinen Augen nur ein kleiner Wermutstropfen. Da aber zahlreiche von Bkool selbst hochgeladene Videos scheinbar mit einem Roller (nicht mit einem Radfahrer) aufgezeichnet wurden stört mich manchmal die Verzögerung der echten Welt (wenn ich wohl „zu langsam“ auf der Straße unterwegs bin). Das macht sich bemerkbar, wenn man in enormer Zeitlupe an Personen vorbei fährt oder ein Auto mich überholt. Ich muss wohl mehr trainieren damit ich schneller werde 🙂 Auch darüber kann ich hinweg sehen.

Fazit

Bkool Geräte

Foto: www.bkool.com

Die Bkool Welt hat mich voll und ganz überzeugt. Klar, mit den Hügeln des schönen Taunus kann sie nicht konkurrieren, aber für einen Indoortrainer kann die Bkool Welt schon echt was bieten. Verabrede dich mit anderen zu einer gemeinsamen Tour und macht ein Rennen draus, schließe dich anderen an, die bereits auf Tour sind, drehe unendlich viele Runden im Velodrom oder nutze die Velodrom-Spiele, mit anderen Usern zusammen. Ich kann selbst zur Bkool Welt beitragen und eigene Touren aufzeichnen und hochladen! Aufgrund der Kopplung mit PC (und TV) bedarf es vor der Tour ein klein wenig Vorbereitung, die sich aber lohnt meiner Meinung! Ich bereue die Anschaffung keinesfalls und habe für mich den passenden Trainigspartner gefunden. Und selbst für Inhaber einer anderen Rolle, wie zum Beispiel einem Elite-Trainer, steht die Bkool-Welt zur Verfügung! Denn die Software läuft ebenso mit anderen Rollentrainern.

Wer sich für die Bkool Rolle entscheidet, sollte dann bei der Option des Premium-Accounts nicht sparen, es lohnt sich und animiert immens zum Training! Langeweile auf der Rolle? Mit Bkool und einem Premium Account kommt die garantiert nicht auf! Ich habe meine nächste Tour schon im Planer liegen…

Kosten: Das Abo für ein Premium-Account kostet aktuell zw. 8,- und 10,- Euro monatlich (abhängig von einer monatlichen Buchung oder einem Jahresabo, welches günstiger ist), Stand Dez 2015.

lexikonNoch Fragen? Mehr Infos findest Du auf der Bkool Internetseite

 

Natalie Friedemann
Ein Beitrag von: Natalie Friedemann – HIBIKE Marketing

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