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Belastungstest – Camelbak Crux Reservoir

Anfang des Jahres durfte ich bereits den Camelbak Kudu 18 Tourenrucksack testen. Nun möchte ich die dazu passende Camelbak Crux Trinkblase mal genauer unter die Lupe nehmen und einem Belastungshärtetest unterziehen.
In meiner Fahrradlaufbahn konnte ich bereits unterschiedlichste Trinkblasen von anderen Herstellern mein Eigenen nennen. Bei diesem Reservoir handelt es sich um die neueste Version des Camelbak Klassikers, laut Hersteller mit 20% mehr Durchfluss pro Schluck –  einer der Gründe, warum ich diese Trinkblase besonders spannend finde.

Aufbau der Trinkblase

Das Camelbak Crux Reservoir gibt es in seiner neusten Generation in den drei Größen 1,5 L; 2 L; 3 L. Die Trinkblase mit 3 L Volumen gibt es sogar in zwei unterschiedlichen Ausführungen: Die „normale“ längliche Form, so wie ich sie auch testen durfte, und die Version „LUMBAR“, die in ihrer Bauform eher quadratisch ausfällt.
Ab der Größe 2 L hat die Trinkblase eine geschweißte Trennung in der Mitte, die im Hause Camelbak „Steg“ genannt wird. Dieser Steg dient dazu, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen, eine clevere Idee die in der Praxis sehr gut funktioniert!

Besonderheiten

Besonders toll finde ich vor allem das „Big Bite Valve“ und den „Quick Link“-Verschluss.

Das „Big Bite Valve“ Ventil muss man, anders als bei anderen Trinkblasen, nicht verdrehen um trinken zu können, es gibt nämlich einen praktischen kleinen Hebel, den man einhändig mit dem Daumen bedienen kann. On Top ist dieser Mechanismus Tropf- und Auslaufsicher. Von Haus aus kommt das Reservoir ohne Mundstück-Schutzkappe. Hier bietet Camelbak – für die, die es möchten – ein kleine Kappe separat zum Aufrüsten an. Ob man die braucht bzw. möchte, kann jeder für sich selbst entscheiden. Auf der einen Seite finden es viele super, dass sie nichts abfummeln müssen bevor sie trinken können, einfach Mundstück an den Mund und los geht´s. Auf der anderen Seite gibt es viele die gerne einen zusätzlichen Schutz vor Dreck haben möchten. Am Ende bietet Camelbak die optimale Lösung für beide Typen. Ich habe heute nicht vor mich oder meinen Rucksack in den Dreck zu schmeißen, deshalb habe ich mich gegen einen Test mit Kappe entschieden 🙂

Der „Quick Link“-Verschluss (Verbindung von Trinkblase und Schlauch) gefällt mir insofern gut, weil er sehr leicht zu bedienen ist, das geht quasi blind. Klick und fest ist der Schlauch – absolut dicht! Also eine praktische Lösung um Schlauch und Trinkblase dicht und mit wenig Aufwand miteinander zu verbinden.

Die 20% mehr Durchfluss, die das Crux Reservoir im Vergleich mit anderen Trink-Reservoirs, zulässt sind ein wirklich großer Pluspunkt für mich! Ich empfand es bereits des Öfteren als störend, wenn das Trinken während der Fahrt unnötig lange dauert, weil ich das Gefühl habe, nicht genug auf einmal „tanken“ zu können. Bei dieser Trinkblase ist das anders. Für mich kann ich so genau die richtige Menge Flüssigkeit in der perfekten Zeit zu mir nehmen.

Die Einfüll-Öffnung ist ebenfalls gut gelungen, durch den Haltegriff lässt sich die Trinkblase angenehm und unkompliziert befüllen, ohne dass sie dabei aus der Hand rutscht. Des Weiteren ist die Öffnung ausreichend groß, um die Blase von innen zu reinigen. Aus hygienischen Gründen ein großer Vorteil.

Lagerung und Reinigungs-Tipp

Was irgendwie alle Trinkblasen an sich haben, ist die anfängliche Schwierigkeit den leichten Plastik-Geschmack im Wasser los zu werden. Ich habe sie erst leicht mit Seife und warmen Wasser ausgewaschen, so wie es in der Anleitung steht. Das Ganze musste ich aber schon einige Mal wiederholen, bis ich zufrieden war. Nach mehrfachen Schrubben und Schütteln war ich den Geschmack sowie den Geruch endgültig los und glücklich. Kümmert man sich nun angemessen um seine Trinkblase – das natürlich für alle Trinkblasen 😉 – dann bleibt das auch lange so.

An dieser Stelle einige Tipps, wie ich meine Trinkblasen reinige und lagere:
Trinkblasen solltest du unbedingt und ausschließlich komplett geleert lagern, stets vermeiden, dass über einen längeren Zeitraum Wasser in ihr steht. Schließlich wollen wir ja vermeiden, dass sich Keime bilden. Nach der Benutzung das „alte“ Wasser ablassen/ausschütten, kurz mit klarem Wasser (oder einem Tropfen Spülmittel im Wasser) durchspülen und komplett leer laufen lassen – sowohl Blase als auch Schlauch. Die Verbindungen im optimalen Fall alle lösen und dann alles lufttrocknen lassen. Legt man sie dann zur Seite muss man darauf achten, dass in die Trinkblase ohne weiteres Luft gelangen kann, damit sie vollständig abtrocknet. Dazu kann man beispielsweise den Verschluss verwenden, indem man diesen aufrecht in die Blase stellt um sie offen zu halten. Camelbak bietet hier sogar eine eigene Vorrichtung – ich komme aber auch ohne sie klar 😉
Möchte ich die Trinkblase dann vor der nächsten Tour wieder Befüllen, so muss ich sie höchstens kurz ausspülen um Staub zu entfernen und brauche mir im Anschluss keine Gedanken über ihre Sauberkeit und den Geschmack oder den Geruch des Wassers zu machen.
Gelegentlich kann man auch mal eine Reinigungstablette nutzen oder den Schlauch mit einer dafür vorgesehenen Bürste für Trinkblasen (Reinigungskit) von möglichen Ablagerungen befreien.

Und wenn die Reinigung doch mal vergessen wird?
Nicht jeder ist so „penibel“ im Umgang mit der Reinigung und Aufbewahrung. Nach einer längeren Leihgabe der Trinkblase an meinen jüngeren Bruder, stand ich vor der Frage „Wie leicht lässt sich eine schon etwas angegrünte und vermutlich verkeimte Trinkblase reinigen?“ Die Antwort: Problemlos! Ich war überrascht, aber das Material spricht für sich. Die Trinkblase ließ sich einwandfrei reinigen und wieder in den Ursprungszustand bringen. Im Anschluss was sie wieder Geschmacks- und Geruchsneutral – Top!

Fazit:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Camelbak mit ihrem neu aufgelegten Klassiker Crux ein super Reservoir anbietet. Dank der langen Erfahrung ist jedes Detail durchdacht, das merkt man. Gerade die große Durchflussmenge macht dieses Reservoir besonders attraktiv. Ein treuer Begleiter!

…Treu? Moment da war noch das Thema Härtetest

Zum Thema „treu“ gehört ja wohl auch die Stabilität, oder? 🙂 Das Promotion Video vom Vertrieb Hartje verspricht da ja schon mal viel! Zum guten Schluss wollten wir das selbst sicherstellen und haben sie unserem eigenen Härtetest unterzogen! Seht selbst…

Eigener Härtetest – Wie belastbar ist die Camelbak Crux?

Tobias Doderer
Ein Beitrag von: Tobias Doderer – HIBIKE Ladengeschäft Kronberg im Taunus

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