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Welches E-Bike ist das richtige für mich und welche Unterschiede gibt es?

Du bist bereits seit einer Weile auf der Suche nach einem E-Bike, konntest aber in der Vielzahl der Pedelecs nicht das Passende für dich finden? Oder dir fehlt einfach ein Überblick über das große E-Bike Angebot? Kein Problem, wir schaffen Abhilfe mit unserem Pedelec-Shopping Guide!

Das E-Bike – Fahrrad des 21. Jahrhunderts

Im letzten Jahrzehnt hat sich das E-Bike, auch Pedelec genannt, einer extremen Entwicklung unterzogen. Aus den anfänglichen klobig aussehenden E-Bikes mit angeklebt wirkenden Akkus und Motorren, die fast aussahen wie Motorräder wurden inzwischen innovative Pedelecs mit extrem vielfältigen Integrationsfähigkeiten und einer schlanken Optik. Im selben Zuge wurden aus den anfänglich vor allem im Trekking-Bereich angesiedelten Fahrrädern, die man anfangs nur als Unterstützung für Senioren wahrnahm, immer spezifischere Pedelecs die nun nahezu jede Kategorie der Fahrrad-Branche abdecken. Kein Wunder, dass bei der Vielfalt an verschiedenen E-Bikes Verwirrung aufkommt! So viel schon mal vorab: Bei der Wahl des richtigen E-Bikes gilt es sich grundsätzlich am favorisierten Einsatzbereich zu orientieren, denn durch diesen definieren sich die verschiedenen E-Fahrrad-Kategorien.

Doch bevor wir mit dem Überblick beginnen stellt sich vielleicht die Frage:

Was ist der Unterschied zwischen einem E-Bike, Pedelec und S-Pedelec?

Die Begriffe E-Bike, und Pedelec sind im Gesetz nicht definiert, daher können sie weitestgehend als Synonym gelten. Beide unterstützen in der Regel das eigene Treten bis zu 25 km/h. Es gibt jedoch auch Fahrzeuge die optisch einem Fahrrad gleichen und doch mit einem Gasgriff und ohne eigene Leistung beschleunigt werden können. Diese Fahrzeuge können auch unter dem Begriff des E-Bikes verstanden werden, während der Begriff Pedelec dies über den Wortlaut „Pedal Electric Cycle“ ausschließt. Diese Fahrzeuge werden per Gesetz als Kleinkraftrad klassifiziert, es werden daher sowohl Versicherungskennzeichen, als auch Führerschein der Klasse AM benötigt. Da Kleinkrafträder auch zu den Kraftfahrzeugen gehören, darf mit ihnen nicht auf Radwegen gefahren werden. E-Bike ist also ein Überbegriff und das Pedelec bezeichnet eigentlich die E-Fahrräder, die aktuell von den meisten mit dem Begriff E-Bike gemeint sind.
Wir können festhalten: Eigentlich gibt es Unterschiede, im Sprachgebrauch werden E-Bike und Pedelec aber meist synonym verwendet und bedeuten hier das gleiche.
Zu unterscheiden sind zudem noch klassische Pedelecs von sogenannten S-Pedelecs. S-Pedelecs unterstützen das eigene Treten bis zu 45 Km/h und gelten daher auch als Kraftfahrzeuge. Für ihre Benutzung wird daher sowohl ein Versicherungskennzeichen, als auch ein geeigneter Helm + Führerschein der Klasse AM benötigt.

Welche E-Bike Antriebe gibt es auf dem Markt?

Bei der Suche nach dem individuell passenden Elektrorad sollte man sich zunächst einen für sich passenden Motor raussuchen. Jeder Motor hat seine Stärken und Schwächen und ist in nahezu jeder Kategorie der Pedelecs vertreten.

Überblick über die Funktionsweise verschiedener Motoren

Bosch

Der deutsche Hersteller Bosch hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr der E-Bike Technologie zugewendet und ist mittlerweile wohl der bekannteste Produzent hierfür im deutschsprachigen Raum. Mit der Performance Line CX (85 Nm Drehmoment, 340%c Unterstützung) bietet Bosch ein in der Anwendung simples und doch innovatives Motorsystem mit den vier Fahrmodi Turbo/E-MTB/Tour/Eco. Eingesetzt wird dieser Motor in zahlreichen E-Mountainbikes, z.B. beim Trek Rail.
Die Performance Line ist das Pendant für Trekking- und City-Bikes. Mit 65 Nm und 300% max. Unterstützung bietet sie etwas weniger Zugkraft und dadurch ein gemäßigteres Handling. Nicht jeder will einen Sportwagen im Stadtverkehr fahren..
Zusätzlich gibt es noch die Active Line, bzw. Active Line Plus. Diese finden keinen Einsatz im MTB, sondern nur im Bereich der Straßenräder. Geleistet werden 40 bzw. 50 Nm bei 250 bzw. 270% max. Antriebsunterstützung. Speziell für Lastenräder wurde noch die Bosch Cargo Line mit einem max. Drehmoment von 85 Nm, bis zu 400% Antriebsunterstützung, sowie einem zulässigen Gesamtgewicht von 250 kg entwickelt. Hier sind die Fahrmodi auch speziell auf den Einsatzzweck des Lastenrades ausgelegt.

Shimano

Neben Bosch ist Shimano einer der Marktgiganten in Sachen E-Motoren im deutschsprachigen Raum. Ihr Motorsystem hört auf den Namen Steps und wird in die Versionen E8000, E7000, E6000 und E5000 unterschieden. Ganz neu kam Ende 2020 der Steps EP8 hinzu. Dieser baut auf dem E8000 auf und wurde in Sachen Konstruktion, Software und maximalem Drehmoment überarbeitet; er liefert nun ein maximales Drehmoment von 85 Nm und findet sich zumeist an E-Mountainbikes. Der Steps E8000 ist ein weiteres aktuelles Modell und findet sich zumeist an Mountainbikes wieder. Der E8000 Motor leistet 70 Nm und 300% Antriebsunterstützung bei den drei Fahrmodi Eco, Trail und Boost. Ebenso findet sich der etwas schwächere E7000 Motor an einigen E-Mountainbikes. Dieser bietet mit 60 Nm max. Drehmoment zwar etwas weniger Leistung, ist dafür aber auch etwas preiswerter. Der Shimano Steps E6000 ist hingegen Shimanos Go-To-Motor für dein Trekking oder City-Bike und leistet 50 Nm max. Drehmoment bei 230% Antriebsunterstützung.

Yamaha

Der asiatische Elektronikhersteller Yamaha bietet eine Vielzahl an verschiedenen Motoren für das E-Bike an. Zu nennen ist hier besonders die PW-X2 Serie, die mit 80 Nm an deinem Mountainbike arbeitet. Beim PW-X2 arbeiten fünf Fahrmodi: Eco, Eco+, Standard, High, Explosive. Laut Yamaha soll dieser besonders durch eine starke Antriebsunterstützung im Trittfrequenzbereich von über 100 Umdrehungen pro Minute gekennzeichnet sein. Selbstverständlich bietet Yamaha auch einen Motor für Straßenfahrräder an, so wird der PW mit seinen 70 Nm Drehmoment und max. 280% Antriebsnterstützung vor Allem an Trekking- und City-Bikes verbaut. Der Modus „Explosive“ fällt bei den Motoren der PW-Serie weg.

Fazua

Fazua ist ein Spezialist für Leichtbau bei Pedelec-Motoren und Motorsystemen. Die Münchner bieten bis dato ein Motorsystem, den Evation, an. Das Tretlagergetriebe leistet 60 Nm Drehmoment und 240% max. Antriebsunterstützung. Fazua Motoren finden sich aufgrund der kleinen Bauform oftmals an Rennrädern, aber auch an leichten E-MTBs und schlanken Trekkingrädern, sprich: Immer dort wo Gewicht gespart wird und der Motor quasi gar nicht sichtbar ist, ist mit Fazua Motoren zu rechnen. Das Fazua System bietet jedoch neben dem geringen Gewicht auch nur eine geringe Akku-Kapazität von etwas über 250 Wh.

Coboc

Der Heidelberger Pedelec Hersteller Coboc bietet in seinen E-Bikes Motoren von Bafang an. Eine Ausnahme stellt das eCycle F1 dar, hier wurde ein Antrieb der Firma Ansmann verbaut. Coboc setzt bei den Pedelecs Nabenmotoren ein. Mit eigenen Coboc-Algorithmen versehen, steuern sich die Motoren quasi von selbst: einfach anschalten und losfahren – das ist der Coboc Electric Drive. Die Motoren in den Coboc-Pedelecs können über verschiedene Parameter in der Coboc-App individuell eingestellt werden. Sie gelten dabei stets als harmonisch und kraftvoll. Die Nabenmotoren bieten eine durchschnittliche Leistung von 250 Watt und 500 Watt Leistungsspitze. Daneben wird bei Coboc vor Allem Wert auf ein geringes Gesamtgewicht gelegt.

Brose

Die deutschen Motorenbauer, wie Bosch auch Automobilzulieferer, verfolgen ihren Traum nach dem perfekten E-Bike Motor seit 2014. Ihre Systeme sind innovativ und dennoch schlicht. Aktuell finden sich vier verschiedene Modelle des Brose Drive auf dem Markt. Die Mittelmotoren gibt es jeweils mit einem Alu- oder Magnesium-Gehäuse und leisten zwischen 50 und 90 Nm Drehmoment bei 280%-410% Antriebsunterstützung. In City-Bikes findet sich zumeist der Drive C mit seinen 50 Nm Drehmoment, während der Drive S das Flaggschiff mit seinen 90 Nm darstellt. Gefüllt wird die Lücke zwischen diesen beiden durch den „Langstreckenläufer“, den Drive T mit 70 Nm Drehmoment.

Specialized

Die Motoren von Specialized basieren zum Teil auf Brose-Motoren und werden dann mit einer eigenen Software versehen. Motoren der SL-Reihen werden jedoch in Zusammenarbeit mit Mahle gebaut. Die Motoren gelten generell als solche mit harmonischem Unterstützungsverhalten. Daneben überzeugen die Motoren durch eine leise Zahnriemen-Unterstützung und einen widerstandsfreien Tritt jenseits der 25 km/h Grenze. Specialized bietet drei Motoren auf Brose-Basis an, wobei der 1.2E als günstigeres Einsteigermodel fungiert und 50 Nm bei 320% Unterstützung leistet. Das Motorsystem 1.3 leistet hingegen schon 90 Nm bei 380% Antriebsunterstützung und wird bei allen Mittelklasse-Modellen verbaut. Bei den hochpreisigeren Specialized E-Bikes kommt der 2.1 zum Einsatz, welcher 90 Nm bei starken 410% Antriebsunterstützung leistet. In den SL-Modellen, wie z.B. dem Turbo Levo SL, kommt  der Specialized 1.1 zum Einsatz, der in Zusammenarbeit mit Mahle entstanden ist. Dies ist der leichteste Specialized Motor mit einem max- Drehmoment von 35 Nm.

Mahle

Bekannt geworden sind Mahle E-Bikesysteme durch die Integration in den hochwertigen und extrem leichten Specialized Modellen. Modelle wie das Vado SL oder das Levo SL setzen auf eine eigens modifizierte Antriebseinheit von Mahle. Warum? Weil die Mahle-Antriebseinheiten extrem leicht sind! Daneben stattet Mahle die E-Bike-Systeme mit einer hohen Konnektivität aus. Der Sl 1.1 Motor von Specialized in Zusammenarbeit mit Mahle leistet 35 Nm Drehmoment und wiegt dabei nur 1,95 kg! Das aktuelle Flaggschiff von Mahle ist das X35+ Antriebssystem. Das ganze Antriebssystem wiegt nur knapp 3,5 kg und ist somit eines der leichtesten auf dem Markt.

TQ

Bekannt wurden Motoren von TQ besonders durch die Flyon-Serie von Haibike. Der Name Flyon ist hier definitiv Programm, denn die Motoren von TQ kommen mit satten 120 Nm Drehmoment! Der Motor gilt als aggressiv beschleunigend und ist daher besonders für den E-MTB Bereich geeignet.

Panasonic

Der Elektro-Riese ist eigentlich nicht unbedingt für seine E-Bike Motoren bekannt, doch leistet diesbezüglich ganze Arbeit. Bereits vor Bosch und Co. baute Panasonic Pedelec-Motoren. Panasonic-Mittelmotoren finden sich zumeist an Trekking- oder anderen Straßenpedelecs und leisten hier über drei Fahrmodi bis zu 80 Nm Drehmoment. Der X0 MTN ist jedoch auch in E-Mountainbikes zu finden. Panasonics X0-Serie wird dabei nach der Akkuposition und ihrer Funktion kategorisiert. So findet sich beim X0 Front der Akku integriert im Unterrohr, während der Akku beim X0 Rear entsprechend hinter dem Sattelrohr positioniert wird.

Newtonmeter, Watt und Wattstunden – was bedeutet das?

Auch in Sachen E-Bikes gibt es den ein oder anderen Fachbegriff den es zu verstehen gilt, wenn man sich nach einem neuen E-Bike umschaut. Am interessantesten ist wohl das Drehmoment. Es beschreibt mit wie viel Kraft der Motor den Fahrer beim Treten unterstützt und wird in Newtonmeter, kurz Nm, angegeben. Je höher das Drehmoment, desto schneller kann beschleunigt werden. Daneben ist auch die Antriebsunterstützung von Interesse. Sie gibt an, wie hoch die Leistung des Pedelecs im Vergleich zu deiner ist. Bei 100%, leistet der E-Motor dieselbe Leistung wie du, bei z.B. 300% aber die 3-fache Leistung! Je höher die Antriebsunterstützung, desto weniger musst du selbst leisten um auf Tempo zu kommen. Die Leistung wird beim Pedelec in Watt angegeben. In Deutschland ist die Leistung eines Pedelec auf durchschnittlich 250W beschränkt. Kurzzeitig schaffen alle E-Bike Motoren jedoch wesentlich höhere Leistungen. Die Akkukapazität wird in Wattstunden, kurz Wh, angegeben. Sie gibt an, welche Leistung theoretisch rein vom Energieinhalt des Akkus eine Stunde lang abgegeben werden kann. Man kann aber auch praxisnähere Werte daraus ableiten – so kann ein 500Wh-Akku die Energie liefern um zwei Stunden lang 250 Watt oder 5 Stunden lang 100 Watt abzurufen.

  • Drehmoment = Kraft der Unterstützung (Nm)
  • Antriebsunterstützung = Antriebsunterstützung des Pedelecs im Vergleich zu deiner Leistung (%)
  • Leistung = Leistung des Akkus (W)
  • Akkukapazität = Energieinhalt des Akkus, Leistung die theoretisch eine Stunde lang abgegeben werden kann (Wh)

Die Akku-Kapazität: Je mehr Wattstunden, desto länger kannst du fahren

Die meisten Akkus haben eine Kapazität von 400-650 Wh. Die Akkukapazität ist charakterisierend für den Einsatzzweck des Pedelecs. Bei einigen Pedelecs kann als Zusatz auch mit sogenannten Range Extendern gearbeitet werden. Dies sind Zusatzakkus, die bspw. im Flaschenhalter befestigt werden können. Wenn grundsätzlich umfangreiche Touren gefahren werden sollen, sollte man Wert auf eine hohe Akkukapazität legen. Hier gilt: Je größer die Kapazität in Wattstunden (Wh), desto größer die Akku-Reichweite (bei gleichem Systemgewicht und Rollwiderstand).
Externe Faktoren wirken sich jedoch ebenso auf die tatsächliche Reichweite des Pedelecs aus. Zu diesen zählen Fahrer-/Systemgewicht, Reifenprofil und Luftdruck, Strecke, Außentemperatur und natürlich auch die Tretweise.

Die Akku-Integration bei E-Bikes

In Sachen Integration unterscheidet man zwischen einem voll- und einem semi-integrierten Akku. Bei ersterem ist der Akku als solcher komplett im Rahmen verschwunden und lässt sich von außen nur erahnen. Semi-integrierte Akkus sind hingegen in bzw. auf das Unterrohr gesetzt und so deutlich leichter zu erkennen. Daher lassen sich semi-integrierte Akkus auch schnell und leicht entnehmen, während sich voll-integrierte Akkus oft nur unter erheblicher Arbeit entnehmen lassen. Daneben gibt es noch seltenere Integrationsweisen von Akkus, wie beispielsweise bei Gepäckträger- oder Flaschenhalter-Akkus. Ersatz-Akkus für die verschiedenen Hersteller findest du natürlich auch bei uns im Shop.

Selbst nach 1000 Ladezyklen ist der Akku in der Regel noch funktionstüchtig

Wie bei Lithium-Ionen-Akkus üblich verlieren die Akkus mit zunehmenden Ladezyklen auch etwas ihrer Kapazität. Bei modernen E-Bikes spricht man von einer Lebensdauer von etwa 500-1000 Ladezyklen. Nach dieser Lebensdauer sind die Akkus jedoch i.d.R. nicht defekt, sondern besitzen lediglich nicht mehr die volle Kapazität.

Einsatzzwecke der verschiedenen E-Bike Typen

Grundsätzlich unterscheidet man Mountainbikes und Straßenfahrräder.
Ein E-Mountainbike bzw. E-MTB ist das richtige E-Bike für dich, wenn du dich hauptsächlich auf unbefestigten, naturbelassenen Wegen bewegen möchtest. Fährst du tendenziell sehr viel auf der Straße solltest du dir die gleichnamigen Straßenfahrräder ansehen.

E-MTB: Fullys und Hardtails

Grundsätzlich gilt es, wie auch bei „Bio-Bikes“, zwischen dem Full-Suspension- (Fully) und Hardtail-Mountainbike zu unterscheiden. Hardtails besitzen eine Federgabel, jedoch kein Dämpfer im Rahmen. Sie werden vor Allem im Cross-Country und als Trail-Bikes eingesetzt. Durch die ausbleibende Dämpfung benötigt ein Hardtail jedoch etwas mehr können um schnell bergab zu fahren. Bergauf geht es, wenn zwar etwas weniger komfortabel, um so schneller! Möchtest du gerne schnell und sportlich unterwegs sein und verzichtest dafür gerne auf Komfort, solltest du dich im Folgenden nach einem Hardtail umsehen.

Full-Suspension-Fahrräder sind vorne und hinten gefedert. Dies sorgt für eine angenehmere Dämpfung und verzeiht wesentlich mehr Fehler als ein Hardtail. Das Resultat: man kann leichter schnell bergab fahren, als mit einem Hardtail. Bergauf sind Fullys meist etwas träger, aber dafür komfortabler. Nicht zuletzt deshalb, finden Fullys Einsatz im Trail- und Enduro-Bereich. Durch das hohe Eigengewicht von E-Fullys bist du bergab auf der sicheren Seite. Du bist auf der Suche nach Komfort, möchtest vor Allem schnell bergab und Trails jeglicher Schwierigkeitsklasse mit deinem E-Bike fahren? Dann solltest du dir unbedingt die E-Fullys ansehen.

E-MTB: Trail, Cross-Country, Enduro und Co.

E-Cross-Country-Bike

  • meist Hardtails
  • zwischen 100-120 mm Federweg
  • niedriges Gewicht
  • sehr sportliche, wenig komfortable Sitzposition

E-Trail- / All-Mountainbike

  • Allround-Fully
  • Bergauf und bergab schnell und spaßig
  • zwischen 120-150 mm Federweg
  • komfortabel
  • für lange Touren ausgelegt

E-Endurobike

  • Fully
  • zwischen 150-180 mm Federweg
  • ausgelegt für anspruchsvolle Abfahrten
  • komfortabel
  • für Rennen- und Abfahrtstage ausgelegt

E-Downhillbike

  • Fully
  • ca. 200 mm Federweg
  • hauptsächlich für Abfahrten gebaut
  • perfekt für anspruchsvolle Trails und Bikepark-Strecken

E-Straßenfahrräder: Sportlich oder komfortabel?

E-Straßenfahrräder: Rennrad, Gravelbike, Trekkingbike und Co.

E-Rennrad

  • ungefedert
  • reines Straßenbike für auf und ab
  • sportliche Sitzposition
  • für lange und schnelle Touren ausgelegt
  • Motorunterstützung greift vor Allem bei Bergaufpassagen, ansonsten fährt man meist über 25 Km/h

E-Gravelbikes

  • meist ungefedert
  • vereint MTB und Rennräder: für die Fahrt auf der Straße oder auf leichten Waldwegen und Trails
  • sportlich bis komfortable Sitzposition
  • für lange und tageübergreifende Touren ausgelegt
  • oft mit Aufnahmen für Gepäckträger und Taschen

E-Trekkingbikes

  • meist vorne gefedert
  • für die Fahrt auf der Straße oder Radwegen ausgelegt
  • komfortable Sitzposition
  • für Strecken auf dem Land oder in der Stadt ohne Zeitdruck
  • oft mit Aufnahmen für Gepäckträger und Taschen

E-Citybikes

  • meist ungefedert
  • für die Fahrt auf der Straße oder Radwegen ausgelegt
  • sportliche bis komfortable Sitzposition
  • für Strecken in der Stadt oder den Weg zur Arbeit

E-Lastenräder

  • meist ungefedert
  • für die Transportfahrt von Einkäufen, Kindern oder Sonstigem
  • komfortable Sitzposition
  • für Strecken in der Stadt
  • Motorunterstützung ermöglicht den Transport von Schwerem
  • sehr langer Rahmen und für den Transportzweck gebaut

Leichte E-Bikes – eine Revolution?

In den letzten Jahren kamen immer mehr extrem leichte Pedelecs auf den Markt. Die SL-Serie von Specialized ist dabei nur eines von vielen Beispielen. Gespart wird das Gewicht oftmals dank einer geringen Akkukapzität und Motorleistung. Für viele Biker stellt sich jedoch die Frage, weshalb man zu einem Pedelec greifen sollte, was oftmals eine deutlich geringere Leistung bietet. Die Vorteile der leichteren E-Bikes sind ganz klar das agilere Handling, aber auch die Möglichkeit das Pedelec wie ein normales Fahrrad ohne Motor-Leistung zu bewegen. Ein leichtes Pedelec ist natürlich agiler und leichter zu steuern. Der Unterschied zwischen dem Pedelec und einem Bio-Bike der gleichen Kategorie ist, bezogen aufs Handling, wesentlich geringer. Sollte die Akku-Kapazität nicht ausreichen lässt sich ein leichtes E-Bike auch leichter pedalieren als ein etwas schwereres Modell – oder man setzt den Motor eben nur in sehr steilen Passagen ein.
Der Trend zu leichten E-Bikes wird defintiv weitergehen. Wir sind gespannt auf welche neuen Technologien wir uns schon bald freuen dürfen!

Kaufberatung E-Bike

Doch welches E-Bike sollst du nun kaufen? Wir haben dir die wichtigsten Kriterien für deine Kauf-Entscheidung nun vorgestellt. Am besten du arbeitest dich von oben nach unten durch die Fragen durch.
Um dich zu entscheiden helfen dir folgende Fragen:

Frage
Hilft dir bei der Findung des…
Wo bzw. auf welchem Terrain willst du mit dem Fahrrad fahren?                     Radtyp
Möchtest du gerne sportlich oder eher komfortabel fahren?                     Radtyp
Wie schwer darf das E-Bike sein?                     Radtyp
Möchtest du Gepäck mitnehmen?                     Radtyp
Möchtest du viel Gepäck oder Kinder mitnehmen?                     Radtyp
Möchtest du einen eher gleichförmig beschleunigenden Motor haben, oder setzt du auf kurze aber starke Beschleunigung?              Motorenhersteller
Wie lang und weit sind die Ausfahrten mit dem Bike durchschnittlich?                  Akkukapazität

 

Zu unserem:
E-Bike Shop


 

Du weißt jetzt über E-Bikes Bescheid?

Wir hoffen dir mit der Entscheidung weitergeholfen zu haben und den komplizierten E-Bike Markt für dich etwas entwirrt zu haben. Solltest du noch weitere Fragen haben kannst du dich gerne an unsere Fachverkäufer am Telefon oder im Laden wenden.

HIBIKE Blog
Nick WillnerHIBIKE Marketing & Gravity TeamAm liebsten unterwegs auf: Enduro

6 thoughts on “Welches E-Bike ist das richtige für mich und welche Unterschiede gibt es?

  1. Vielen Dank für diesen übersichtlichen Ratgeber zum Kauf eines E-Bikes! Ich liebäugele schon lange damit, mir ein E-Bike zu kaufen, habe mich bisher aber viel zu wenig damit auseinandergesetzt, um überhaupt eine Ahnung zu haben, was zu mir passt. Ein Tipp wie, bei der Wahl des richtigen E-Bikes sich grundsätzlich am favorisierten Einsatzbereich zu orientieren, hilft mir schonmal sehr.

  2. Danke für den schönen Überblick!
    Wenn ich mich nicht Irre, gibt es Systeme mit 36V und 48V Betriebsspannung.
    Gibt es da Unterschiede in Bezug auf Reichweite (gleiche Akku-Kapazität) oder der Leistungsentfaltung?
    Dazu eine Info fände ich noch Hilfreich, wenn es sich auswirkt.
    Danke!

    1. Hallo Bernd, vielen Dank für dein Feedback! Es freut uns sehr, dass dir unser Beitrag gefällt. Die gespeicherte Energie in Wh, umgangssprachlich auch als Akku-Kapazität bezeichnet, ist das Produkt aus der elektrischen Spannung und der Ladungsmenge (Ah). Von daher ist es im Bezug auf die Akku-Reichweite „egal“ wie hoch die Spannung oder Ladungsmenge ist, enstcheidend ist lediglich die Menge der gespeicherten Energie. Vergleichst du zwei 500 Wh Akkus miteinander kann es daher durchaus vorkommen, dass die Spannung des einen 48 V und die des anderen 36 V beträgt. Die gleiche Menge an gespeicherter Energie erhälten sie dementsprechend durch eine angepasste Ladungsmenge.
      Ich hoffe das hilft dir weiter!

      Beste Grüße,
      Nick – HIBIKE-Marketing

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