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Test: Xpedo Spry Pedale im Langzeittest

Schon vor einigen Wochen ist mein Augenmerkt auf die Xpedo Spry Flatpedale gefallen. Na ja, von Zeit zu Zeit gehen selbst die besten Komponenten am MTB kaputt und man muss Ersatz beschaffen. Diesmal trifft es meine Pedale. Die alten haben ausgedient und ich habe mich also auf die Suche nach neuen Flat Pedalen für mein Enduro gemacht.

Meine Kriterien für ein MTB-Pedal sind recht simpel:

  • Guter Grip,
  • gut gelagert,
  • nicht zu hoch,
  • nicht zu schwer (350 – 400 g) und
  • nicht zu teuer (max. 100 €).

Als ich unser Sortiment durchsuche, fällt mir das Spry Pedal von Xpedo auf (gesprochen „spray“). Hier wirbt der Hersteller mit einem Gewicht von 260g für ein Magnesium Pedal bei einer UVP die deutlich unter hundert Euro liegt!
„Das muss ein Druckfehler sein“ ist mein erster Gedanke. Also lege ich das Pedal auf die Waage: Die Herstellerangabe wird mit 270g zwar leicht übertroffen, ist aber immer noch voll und ganz im Rahmen. Bei diesem Pedal ist das Verhältnis von Gewicht zum Preis also schon mal überragend – und das ganze ohne Titanachse.
Andere Hersteller rufen bei vergleichbaren Gewichten gern mal deutlich über 250€ auf.

Die Pedalachse hat in etwa 3/4 des Pedalkörpers und aus ihr quillt grünes Fett, was ich sehr löblich finde. Der Pedalkörper ist ausreichend groß und schön flach gehalten. 7 Pins mit Sechskant-Rand sollen für ausreichend Grip sorgen. Die Pins sind leider nicht durchgeschraubt aber die Sechskant-Auflage sorgt normalerweise auch für deutlich weniger Zahnverlust. Zum Montieren kann man entweder einen 15er Maulschlüssel oder einen 8er Innensechskant benutzen.
Klar sehen CNC gefräste, eloxierte Pedale edler aus als lackierte Magnesium Pedale, aber auch hier wirkt die Verarbeitung und Lackierung von Xpedo sehr sauber.

Dazu gibt es eine Montageanleitung die keine Fragen offen lässt und 10 Reserve Pins, die mit Schraubensicherung versehen sind und ein Xpedo Tool um sie einzusetzen. Das ist auch nicht selbstverständlich – das Spry sammelt weitere plus Punkt bei mir.

Aber kann das halten? Da hilft nur „Testen“!

Bezüglich der Haltbarkeit habe ich in der Vergangenheit bereits häufiger schlechte Erfahrungen mit Magnesium Pedalen gemacht. Das Spry macht auf mich aber einen so wertigen Eindruck, dass ich es mal versuchen will.
Also Pedale ans Rad und ab auf die heimischen Trails. Schon bei den ersten Metern fällt der durchweg gute Grip der Pedale auf. Sie sind keine Grip Monster, aber mit dem passenden Schuhwerk (in meinem Fall 5.10 Freerider Contact) für Enduro-Einsätze völlig ausreichend. Die flache Bauform gibt mir ein gutes Gefühl für den Untergrund.
Allerdings schaffe ich es bei der ersten Ausfahrt durch einen Fahrfehler in einem Steinfeld den ersten Pin auszureißen. Meine Linienwahl war hier so daneben, dass ich einen Fuß vom Pedal nehmen musste, um nicht komplett auf der Seite zu liegen. Das andere Pedal geht nach unten und knallt bei ordentlicher Geschwindigkeit gegen einen Stein und bleibt sogar spürbar kurz hängen. Das das Pins kostet war klar, aber leider habe ich mir dabei das Gewinde des Pins raus gerissen, weswegen ich nicht einfach einen neuen Pin eindrehen kann. ;-/
Bis auf diesen Pin-Verlust gibt es allerdings keine weiteren Vorfälle.
Der Grip ist sogar mit 6 Pins noch völlig ausreichend und ich merke keinen Unterschied.

Dauertest

Ich bin die Pedale jetzt sowohl bei komplett matschigen bis staubtrockenen Bedingungen gefahren und hatte nie das Verlangen nach mehr Grip. Sie haben jetzt zahlreiche Enduro-Ausfahrten bei uns im Taunus hinter sich, 3 Tage Trailcenter Rabenberg und den Trailpark Klinovec!

Ob ein Pedal wirklich hält, kann man aber eigentlich erst nach ca. einer halben bis ganzen Saison sagen, weswegen ich an dieser Stelle nach ca. 10 Wochen im Einsatz erstmal nur ein „Zwischenfazit“ abgeben kann. Das finale Fazit folgt im Herbst, nachdem ich die Pedale auch in Portes du Soleil auf die Härteprobe gestellt haben werde. 🙂

Zwischenfazit zum Xpedo Spry Pedal:

Das Spry ist ein extrem leichtes Pedal, das mit gutem Grip und einer ordentlichen Verarbeitung punktet. Nach dem bisher kurzen Testzeitraum laufen die Lager noch butterweich und außer einem Pin (den ich durch einen Fahrfehler gelassen habe) gibt es nichts zu bemängeln. Die Pedale funktionieren tadellos. Meckern können ggf. nur die Optik-Fetischisten, da die Pins bei Matschfahrten leicht rosten und der Lack durch viele Fahrten im Regen recht schnell dahin ist… was aber bei lackierten Magnesium-Pedalen normal ist. Bisher bin ich mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufrieden!

Pro:

  • Extrem leicht
  • Preis
  • Lagerung
  • Grip

Contra:

  • keine durchschraubbaren Pins

So das war´s erstmal zu den Pedalen im bisherigen Einsatz. Mehr Details gibt es spätestens im Herbst in meiner Fortsetzung.

Das Xpedo Spry gibt es übrigens in 4 Farben. Schwarz, weiß, rot und silber.

Viel Spaß auf den Trails

Gruß Andi

Test: Xpedo Spry Pedale im Langzeittest – Fortsetzung

Andreas Rumpf
Ein Beitrag von: Andreas Rumpf – HIBIKE Ladengeschäft Kronberg im Taunus

7 thoughts on “Test: Xpedo Spry Pedale im Langzeittest

  1. Hallo zusammen,

    sicher gibt es längere Pins. Die sind aber im Grunde nicht notwendig. Ich habe die serienmäßigen Pins gegen Gewindestifte in Stahl ausgetauscht und damit ein fast völlig neues Pedal mit richtig gutem Grip erhalten.

    VG Rudi

  2. Hallo, habe die Pedale auch auf zwei Bikes drauf, mich stört der Grip. Wie auch hier zu erkennen, steht die mitte Pedales (Lager) hervor, dadurch gibt es wenig druck auf die Spikes.
    Könnte besser sein….

    1. Hi Andreas, ja es gibt Pedale mit mehr Grip, stimme ich dir zu. Allerdings finde ich den Grip bei den Spry „ausreichend“ für meinen Einsatzbereich und im gesamten finde ich es ein gelungenes Pedal. Die Achse steht hier nicht über den Pins,… Das der Schuh in der Mitte aufliegt ist normal, da sich die Sohle ja eindrückt.
      Hier noch ein passendes Bild dazu.
      Grüße Andi

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