Sehen und gesehen werden – Welche Fahrradbeleuchtung ist die Richtige für mich?

Alle Jahre wieder ist man immer aufs Neue erstaunt, dass es doch schon so früh dunkel wird. Aber mit der richtigen Ausrüstung und vor allem der richtigen Beleuchtung soll Dich das nicht von einer After-Work Runde oder dem täglichen Pendeln auf die Arbeit abhalten. Wir geben dir Tipps worauf Du achten solltest und wie Du Deine Sichtbarkeit im Herbst und Winter einfach und vor allem gesetzeskonform erhöhen kannst.

Welche Beleuchtung ist überhaupt zugelassen?

Das wichtigste bei deinem „Herbst-Setup“ ist natürlich die Beleuchtung. Wenn Du im Straßenverkehr unterwegs bist, solltest Du auf jeden Fall darauf achten, Dich auch entsprechend der StVZO zu verhalten und nur zugelassene Lampen fahren. Entsprechend der Gesetzesänderung von 2017 ist das aber in Deutschland ziemlich einfach, da Lampen ohne diese entsprechende Kennzeichnung überhaupt nicht erst verkauft werden dürfen. Du hast schon eine Lampe daheim? Dann schau mal nach, ob Deine Lampe eine K-Nummer auf dem Gehäuse hat – dies weist nach, dass diese auch im bundesweiten Straßenverkehr zugelassen ist.

Wie kann ich meine Sichtbarkeit im Straßenverkehr zusätzlich erhöhen?

Nur weil die StVZO das Licht am Bike genau regelt, heißt das nicht, dass Du damit auf weitere Möglichkeiten zur Erhöhung der Sichtbarkeit verzichten musst. Im Gegenteil: Was Du am Körper tragen darfst und was nicht wird nämlich nicht festgelegt. Hier wäre z.B. eine weiteres Licht wie die Ixxi von Busch & Müller eine Option, oder zusätzlich zum Licht am Lenker eine Helmlampe. Doch aufgepasst: Diese können Autofahrer sehr leicht blenden und eine Helmlampe ersetzt nicht die STVZO-konforme Beleuchtung am Fahrrad! Eine  gute Alternative wäre hier ein Helm mit integrierter Beleuchtung wie den Uvex City Light City-Helm. Dieser erhöht die eigene Sichtbarkeit ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Praktisch bei E-Bikes: Ein Bremslicht sowie ein Fernlicht. Beides gibt es von Lezyne, Lupine oder von Busch & Müller.

Auch interessant für alle Besitzer von Vaude „OSRAM ready-Produkten“: Das VAUDE OSRAM Light me up Kit. Ein LED Streifen, der über eine handelsübliche Powerbank betrieben werden kann.

Bessere Sichtbarkeit durch die richtige Wahl der Kleidung

Neben aktiven Hilfsmitteln gibt es aber noch passive Hilfsmittel wie Reflektoren oder reflektierende Kleidung. Wer oft mit Gepäck unterwegs ist, für den Lohnt sich etwa ein Rucksack mit einem speziellen Reflexgarn wie der Velocity High Visibility“ von Ortlieb.

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Welche Fahrrad-Lampe soll ich nun kaufen?

Ein paar Tipps zum Kauf:

  • 40 LUX ist im Stadtverkehr ausreichend
  • Gute Ausleuchtung ist wichtiger als überragende Fernsicht (man sieht, was unmittelbar neben einem passiert)
  • Indikator für verbleibende Leuchtdauer ist essentiell

Tipps zur Nutzung der Fahrradbeleuchtung:

  • regelmäßiges Laden nach Gebrauch verlängert die Lebensdauer, da Schäden einer Tiefentladung vorgebeugt werden
  • abnehmbare Beleuchtung vor dem Abstellen des Fahrrades entfernen um dem Diebstahl vorzubeugen

Hier kommen unsere treuen Partner für die Fahrt durch die Dunkelheit:

Wie gut leuchten die Lampen? Wir haben sie uns einmal angeschaut.

Alle Bilder wurden von der gleichen Position und bei gleicher Einstellung aufgenommen – die Helligkeit der Bilder ist realitätsnah. Nachfolgend ein Auszug der relevanten META-Daten der Bilder:

  • Canon EOS 70D
  • Belichtung: 2s
  • ISO: 100
  • Blende: f/3.5

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Fahrradbeleuchtung

Wie kann ich meine Beleuchtung richtig einstellen?

Doch einfach nur die Lampe am Fahrrad zu befestigen bringt keinen Vorteil, wenn diese nicht richtig eingestellt ist. Als Faustregel gilt: Der hellste Punkt im Lichtkegel sollte etwa 10 Meter vor einem liegen. An Bikes mit Federgabel sollte diese Einstellung nur während man auf dem Rad sitzt vorgenommen werden. Und so geht’s am einfachsten:

  1. Miss mit dem Zollstock wie hoch deine Lampe hängt – also die Entfernung vom Boden zur Lampe
  2. Markiere die gemessene Höhe an einer Wand
  3. Nimm nun 5 Meter Abstand zu der Wand und leuchte auf den markierten Punkt
  4. Stell die Lampe so ein, dass sich der hellste Punkt in die Mitte der markierten Höhe befindet
HIBIKE Blog
Julien LuxHIBIKE MarketingAm liebsten unterwegs auf: Rennrad, Mountainbike

9 thoughts on “Sehen und gesehen werden – Welche Fahrradbeleuchtung ist die Richtige für mich?

  1. Lieber Luca, danke für Deinen Beitrag. Besonders der Guide zum Ausmessen ist super hilfreich. Nutzt Du auch Lampen mit Dynamo? Ich finde die im Alltag deutlich praktischer. Welche Nachteile siehst Du da?

    1. Hallo Vicky, auch Lampen mit Dynamo eignen sich. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Leuchte dennoch eine optimale Leistung liefert. Was die Leistung angeht, sind Leuchten mit Akku oder Batterien oftmals etwas besser aufgestellt. Zudem ist es nicht an jedem Rad einfach möglich eine Leuchte mit Dynamo zu montieren. Wie immer gilt aber der Grundsatz: Was erlaubt ist und für dich funktioniert, solltest du nutzen.
      In diesem Sinne – gute Fahrt!

      Beste Grüße,
      Nick – HIBIKE-Marketing

    2. Hi Vicky,
      freut mich sehr, dass dir unser Beitrag gefallen hat. Da ich persönlich vor allem im Enduro und MTB Bereich unterwegs bin sind für mich Dynamolampen natürlich eher keine Alternative. An einem Stadt-,Trekking- oder Gravelrad zum commuten oder touren sind allerdings der Verwendung von Dynamolampen kaum Nachteile entgegen zu bringen. Grade mit modernen Nabendynamos sind diese Setups durchweg zuverlässig und nichtmehr höhrbar (wer kennt nicht das nervige „schnurren“ der klassischen Dynamos). Einzig und allein der Austausch bei defekt eines Nabendynamos ist natürlich aufwändig und kostspielig, allerdings auch wirklich selten nötig.

      Liebe Grüße
      Luca – HIBIKE Marketing

  2. Schöner Test und gute Beamshots! Die SL-AF und die Ixon Space sind aber etwas zu hoch eingestellt, so blendet man den Gegenverkehr doch 😉

    Nur bitte aktualisiert den Text zur Einstellung der Lampe: Diese unsägliche 5-Meter Regel zur Einstellung der Lampenneigung ist seit 2017 abgeschafft, die gibt es nicht mehr in §67 StVZO.
    Einfach das Rad einmal direkt vor die Wand stellen, und dann 5-10m vor die Wand. Die Oberkante des Lichtkegels muss bei 5-10m einfach nur etwas niedriger sein als direkt vor der Wand (natürlich nur bei wirklich ebenem Boden, ein unebener Kellerboden macht das schon zunichte…).. Wieviel niedriger ist dann persönlicher Geschmack und auch von der Leuchkraft der Lampe abhängig.

    1. Hi Timon,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar zu unserem Beitrag! Du hast mit der Abschaffung der 5m-Regel natürlich recht. Als Guideline zur Eintellung der Lampe ist er jedoch zumindest ein guter Richtwert der verhindert, dass Lampen so eingestellt werden, dass sie entgegenkommende Radfahrer und Autos blenden. Bezüglich der etwas zu hoch eingestellten Lampen liegst du auch richtig, vermutlich hatten wir beim Fotos machen wohl keinen Zollstock dabei. 😛 Umso besser wird jedoch die unterschiedliche Leuchtkraft der Modelle deutlich und auch, wie wichtig es ist die Lampen entsprechend einzustellen bevor man sich in den Straßenverkehr wagt!

      Beste Grüße
      Luca – HIBIKE Marketing

    1. Hallo Sandra,
      schön zu hören, dass euch der Artikel weitergeholfen hat. Wir wünschen euch ganz viele schöne und vor Allem „helle“ Radtouren! 🙂

      Beste Grüße,
      Nick – HIBIKE Marketing

    1. Welche Lampe sich hinter welchem Bild versteckt, ist zu sehen wenn man mit der Maus über das Bild fährt. Das Mausover zeigt dann, welche die Lampe hnter dem abgebildetem Lichtkegel ist.

      Beste Grüße
      Luca – Hibike Marketing

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