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MTB-Beratung: Welches Unterschiede gibt es bei Mountainbikes?

27,5 Zoll, 650B, 29er? Fully oder Hardtail? Enduro, Trailbike oder doch ein Cross Country Race Bike? Und wozu das alles überhaupt!? Die Fragen die bei der Auswahl eines Mountainbikes auf dich einprasseln sind gefühlt endlos. Doch worauf kommt es bei der Wahl des richtigen Bikes wirklich an? Was brauche ich und was brauche ich nicht? Und was gibt mein Budget her? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir dir in unserem Blogbeitrag rund ums Thema „Welches Mountainbike brauche ich“?

Einleitung

Wer den Mountainbike-Markt in den letzten Jahren beobachtet hat wird feststellen, dass sich viel getan hat: Neue Bike-Kategorien schießen aus dem Boden wie Pilze, fest etablierte Laufradgrößen verschwinden und neue, größere Standards ersetzen altbekanntes. Das kann erstmal ganz schön verwirrend sein. Tatsache ist: Das klassische Mountainbike mit Diamant-Stahlrahmen und Felgenbremsen gibt es in dieser Form nicht mehr. Zwischenzeitlich hängt es stark vom Fahrstil aber auch dem Einsatzbereich ab, welches Bike du benötigst.
Auch immer ein Thema: Das Budget. Zwar gibt es inzwischen Bikes mit riesigen Federwegen und Bremsen, die nichtmehr als einen Finger benötigen, um dich problemlos zum Stehen zu bringen, doch hat das meist auch seinen Preis. Es ist einleuchtend das ein Fahrrad mit Federung an Front und Heck und elektronischer Schaltung nicht zum gleichen Preis angeboten werden kann, wie ein Bike ohne Federung am Hinterrad und einer einfacheren Ausstattung. Dazu aber später mehr.

Definition: Was ist ein Mountainbike?

Doch fangen wir ganz vorne an. Durch die große Veränderung in den letzten Jahren sollten wir zuerst einmal klären: Was genau ist ein Mountainbike?
Die Geburtsstunde des Mountainbikes wird auf das Jahr 1973 rückdatiert, als zwei junge Männer Namens Gary Fisher und Joe Breeze auf die wegweisende Idee kamen, ihre soliden und dick bereiften Schwinn Beach-Cruiser aus den 1930er Jahren, den Mount Tamalpais in Kalifornien hochzuschieben und dessen Schotterpisten wieder runter zu jagen. Schon bald entwickelte sich eine Szene Rund um den Mount Tamalpais und erste Amateur-Rennen wurden ausgetragen. Jedoch fuhren die damaligen Pioniere ihre Bikes nur bergab, da sie um den Berg rauf zukommen zu schwer wahren und keine Gangschaltung hatten. Erst 1977 fertigte Fisher für einen Bekannten das erste richtige Mountainbike an. Dieses orientierte sich zwar an der Geometrie der bisher verwendeten Beach-Cruiser, war allerdings aus einem komplett eigenen Rohrsatz und Komponenten gefertigt.

Aber Seit Gary Fisher und Joe Breeze 1973 in den USA mit umgebauten Beach-Cruisern die Schotterpisten des Mount Tamalpais runter polterten und den Mountainbike-Sport erfanden, hat sich viel getan. Ein Mountainbike ist definitionsgerecht nämlich kein einfaches Fahrrad mit dicken Reifen. Vielmehr handelt es sich beim Mountainbike um ein Fahrrad das speziell auf den Einsatz abseits befestigter Straßen und Wege ausgerichtet ist. Dementsprechend hat ein Mountainbike eine geländertaugliche Gemetrie, breitere und stärker profilierte Reifen, einen Antrieb mit schaltbaren Gängen,eine Federgabel mit 100mm oder mehr Federweg und optinal einen zweiten Dämpfer am Hinterbau Auch Scheibenbremsen gehören mittlerweile zum Standard. Rahmen aus Alu, Carbon oder seltener auch Stahl, bieten inzwischen Möglichkeiten leichte und steife Räder zu bauen, die ihren Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht werden. Zubehör wie Ständer und Gepäckträger können zwar auch am Mountainbike angebracht werden, gehören aber eigentlich nicht an ein MTB, grade dann nicht, wenn es als Sportgerät im Wald genutzt werden soll.

Hardtails „vs.“ Fullsuspension-Mountainbikes

„Nur die harten komm‘ inn‘ Garten.“ – „Nee, wer richtig Enduro fahren will kommt mit nem Hardtail nicht weit!“ – „Ach Quatsch, mit der richtigen Technik hängst du auf dem Trail fast jeden Fully-Fahrer ab.“
So oder so ähnlich läuft die altbekannte Diskussion immer ab. Doch was ist dran, am Mythos „Hardtail vs. Fully“? Vorneweg sei eines gesagt: Eigentlich ist das ganze keine Entweder-oder-Entscheidung. Denn sowohl Hardtails als auch Fullsuspension-Mountainbikes haben ihre Daseinsberechtigung und ganz eigene Vor- und Nachteile.

Betrachten wir das Hardtail-Mountainbike gibt es hier ganz klar folgende Vorteile zu nennen: Ein Hardtail ist beim Berganfahren das vortriebseffizienteste Konzept, denn es ist nur an der Front gefedert. Das sorgt dafür, dass die Leistung, die in die Pedale abgegeben wird, fast eins zu eins ans Hinterrad weitergegeben wird und kaum Leistung verloren geht. Zusätzlich sind sie aufgrund des einfachen Rahmens oft etwas leichter. Der Wartungsaufwand und die Anfälligkeit für Defekte sind bei Hardtails sehr gering. Ein ungefederter Hinterbau hat zudem den Vorteil, dass dort keine Kugellager, Federelemente oder andere Verbindungselemente wie Schrauben oder Bolzen verbaut sind, die Wartung benötigen oder ermüden bzw. kaputt gehen können. Ein Hardtail bringt also im Regelfall etwas weniger Wartungsaufwand mit sich. Außerdem, fällt ein steifer Hinterbau natürlich weniger schwer ins Budget und macht das Rad etwas leichter. Mit einem Hardtail kriegt man also „etwas günstiger etwas mehr Fahrrad“.

Jedoch gibt es auch ein paar Nachteile, die man bezüglich des Kaufs eines Hardtails bedenken sollte. Denn ein Hinterbau, der nicht nachgibt, bietet entsprechend auch weniger Komfort und Traktion bzw. Reserven, wenn es mal richtig rau wird. Somit ist das Mountainbiken mit einem Hardtail zwar „intensiver“ als mit einem Fully, allerdings auch anspruchsvoller, wenn es in sehr unwegsames Gelände geht. Gerade bei Fahrtechnik-Trainern und Mountainbike-Puristen wird dies jedoch nicht zwingend als Nachteil gesehen, denn ein Hardtail „bestraft“ Fahrtechnikdefizite, anstatt sie mit Federweg weg zu schlucken und bietet somit eine gute Basis für MTB-Anfänger um sich eine saubere Technik anzueignen bevor man auf ein Fully umsteigt.

Ein Vollgefedertes Rad, auch Fully genannt, hat wiederrum andere Vor- und Nachteile. Die Federung an Vorder- und Hinterrad bietet Reserven, Komfort und Traktion an Stellen, an denen es auf dem Hardtail schon richtig „scheppert“ und verzeiht Fehler besser. Auch ist das Biken mit einem vollgefederten Mountainbike grade bei heftigen Abfahrten weniger ermüdend und softer. Technische Abfahrten sind mit einem Fully entsprechend leichter zu bewältigen.

Umgekehrt sieht es da aus, wenn es den Berg rauf geht. Grade Fullys mit viel Federweg neigen bergan dazu, teile des Vortriebs im Federweg zu verlieren, weil die Federelemente an Vorder- und Hinterrad durch den Zug auf der Kette versinken oder wippen. Zwar ist dieses Problem dank moderner Hinterbausysteme weniger stark wahrzunehmen als vor einigen Jahren, ganz zu beheben ist es allerdings nur mit feststellbaren Federelementen (auch „Lock-Out“: Ein Hebel an Federelementen, der das Federelement in der höchsten Position sperrt und vor dem Eintauchen hindert). Da diese bei guten MTBs heute quasi zur Standardausstattung zählen, kann man dieses Argument fast venachlässigen. Dennoch bedeutet ein gefederter Hinterbau durch seine vielen Bauteile meist ein Mehrgewicht im Vergleich zum starren Hinterbau.
Die meisten Fahrer, die offroad unterwegs sein wollen, greifen aber mittlerweile zum vollgefederten MTB, da der Fahrkompft sie einfach überzeugt. Vermutlich würde auch fast niemand auf die Idee kommen sich eine Downhill-Strecke mit einem Hardtail runter zu stürzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch mit einem Hardtail ist alles möglich, mit einem Fully ist es aber meist leichter. Welches Bike du benötigst richtet sich also vor allem nach deinem Mindset und deinem Budget.

Welche Arten von Mountainbikes gibt es?

Neben Full-Suspension-Bike und Hardtail, lassen sich MTBs allerdings inzwischen wesentlich spezifischer einordnen. Die Geometrie des Rahmens, verschiedene Federwege oder spezifische Ausstattungsmerkmale, sorgen dafür, dass Mountainbikes in verschiedene Unterkategorien eingeordnet werden können.

Race- und Cross-Country Bikes
Bei diesen Bikes handelt es sich um schnelle, leichte Bikes mit um die 100mm Federweg. Sowohl Fullys als auch Hardtails, sind für den Cross-Country Einsatz weit verbreitet. Sie haben vergleichsweise leichte und schmale Bereifung und sind bergauf sehr effizient und fix. Bergab hingegen braucht es einiges an Können, um auch abseits der Hauptwege richtig schnell unterwegs zu sein. Typische Beispiele sind hier das Specialized Epic oder das Trek Procaliber.

Downcountry Bikes
Downcountry Bikes sind noch recht jung, finden aber nach und nach mehr Anklang. Bei Downcountry Bikes handelt es sich um Cross-Country Bikes mit „ein bisschen mehr Wumms“. Statt 100mm sind hier schon 120mm Federweg verbaut. Die Bikes haben etwas flachere Lenkwinkel was sie „slacker“ macht. Mit anderen Worten: Die Bikes liegen flacher auf dem Trail und sind bei hohen Geschwindigkeiten etwas ruhiger und allgemein etwas besser aufgestellt, wenn es mal rauer wird. Auch bei der Bereifung wird es etwas gröber, dennoch sind die Bikes gut am Berg und grade für Toren ideal aufgestellt. Auch der Einsatz von versenkbaren Sattelstützen ist hier typisch.

All-Mountain und Trail Bikes
Trail Bikes sind im Grunde genommen die neuen All-Mountains und gelten gemeinhin als die besten Tourenbikes und die ultimativen Allrounder. Federweg von 120 mm bis zu 150 mm Federweg und ein Gewicht, welches sich im Mittelfeld des Spektrums eingliedert, versprechen Spaß bergauf als auch bergab. Dank der recht allroundfähigen Geometrie kann es auch gen Tal richtig losgehen. Zwar wird es ruppig, wenn der Trail mal richtig grob wird, versierte und technisch gut aufgestellte Fahrer kommen aber mit einem Trail Bike überall runter. Teleskopsattelstützen und relativ grobstollige Reifen sind an diesen Bikes Standard.

Enduro Bikes
Nur die harten kommen in den Garten: Mit den Enduro Bikes sind wir nun im abfahrtsorientierten Sektor des Bikespektrums angelangt. Federwege ab 150mm bis 180mm und ein etwas höheres Gewicht machen sich zwar bergauf bemerkbar, bergab aber dafür erst so richtig Spaß! Dicke Wurzel- und Steinfelder, große Sprünge und hohes Tempo auf den Trails liegen Enduros besonders. Sie haben flache, lange Geometrien und sind nichtmehr so wendig wie Trailbikes, liegen allerdings im Gegenzug dazu bei hohem Tempo satt auf dem Trail. Telestütze, breite, grobstollige und vor allem pannensichere Bereifung sollten an jedem Enduro Bike dran sein. Auch Kettenführungen sind häufig zu finden.

Superenduros
Superenduros sind ein relativ junger Trend. Im Prinzip geht es hier um Enduro Bikes die von den Herstellern noch ein wenig aufgemotzt wurden. So kommen sie auf 180mm bis 190 mm Federweg und haben ein klein wenig mehr Reserven. Dafür büßen sie allerdings an Bergaufperformance ein und lassen die Waage etwas weiter ausschlagen.

Downhill Bikes
Down we go! Und zwar schnell! Das ist es, was Downhill Bikes am allerbesten können. Doppelbrückengabel, besonders grobe und pannensichere Bereifung, fein abgestufte schwere Gänge, flache, lange Geometrien und Federweg von 200mm und mehr sind an DH-Bikes inzwischen normal. Doch so schnell die Boliden den Berg runterfahren, wieder rauf geht es nur mit Bus, schiebend oder dem Lift. Denn die Geometrie dieser Bikes in Kombination mit dem hohen Gewicht und der abfahrtsorientierten Übersetzung, ermöglichen das Bergauffahren kaum. Wer in Bikeparks unterwegs ist und den Berg nur in eine Richtung bezwingen will, nach unten, der wird hier fündig! Früher wurden die Downhillbikes übrigengs auch Freeridebikes genannt.

Fatbikes
Fatbikes sind eine besondere Gattung von Mountainbikes. Mit Reifen über 3 Zoll Breite sind sie quasie die Traktoren unter den Fahrrädern. Allerdings ist genau das ihre Stärke: Lose, tiefe Böden wie Matsch oder Schnee können dem Fatbike nichts anhaben und man kommt selbst da noch vorran, wo andere längst schieben…oder stecken bleiben.

E-Mountainbikes
Auch E-Bikes sind inzwischen eine weit verbreitete Bikegattung. Längst sind die Zeiten rum wo Räder mit elektrischer Unterstützung nur etwas für Rentner sind. Inzwischen gibt es, wie beim MTB viele verschiedene Arten der Elektroflitzer. Wo die Unterschiede liegen und welches E-Bike für dich das Richtige ist, kannst du in unserem Blog-Beitrag herausfinden.

Mountainbikes für Kinder

Auch für den Nachwuchs gibt es inzwischen schon richtig ernst zu nehmende Kinder-Mountainbikes mit Scheibenbremsen, Federgabeln und allem was dazu gehört! Sogar Fullys für Kinder sind erhältlich.

Die Größe und Sitzposition bei Mountainbikes

Mindestens genauso wichtig wie die Wahl des richten Mountainbikes ist die Wahl der richtigen Rahmen-Größe deines MTB’s. Nur wenn du dein Rad in der richtigen Größe kaufst, funktioniert und verhält sich das Bike so, wie es vom Hersteller entworfen wurde. Denn die Länge des Oberrohres, der Winkel zwischen Federgabel und Untergrund sowie der Winkel des Sitzrohres, ergeben mit anderen Größen und Längen ein stimmiges Konzept und können die Eigenschaften und das Fahrgefühl auf einem Mountainbike maßgeblich bestimmen.
Leider gibt es kein Einheitliches Größensystem, das man beim Kauf eines Zweirades auf alle Hersteller übergreifend anwenden könnte. Grund zum Verzweifeln ist das allerdings nicht. Denn viele Hersteller haben einen Größenschlüssel, oder ein „Fitting-System“, das dich durch deine Körpergröße und verschiedene Maße wie Innenbeinlänge, Armlänge usw. die Größe deines Rades einfach bestimmen lässt. Nicht selten kommt es vor, dass du zwischen zwei Größen landest. Dann heißt es testen oder nach persönlicher Präferenz entscheiden. Magst du eher eine gestreckte, sportlichere Haltung und ein längeres etwas laufruhigeres Bike, dann wähle die größere Größe. Sitzt du lieber kompakter und aufrechter und findest ein verspieltes und kurzes Bike angenehmer, wähle die kleinere Größe.
Hier haben wir dir einmal die Größenschlüssel einiger Hersteller gelistet:

Im Normalfall findest du solche Angaben immer auf der Homepage des jeweiligen Herstellers.
Welche Größe du benötigst, kannst du außerdem in unserem Onlineshop mit dem Sizing-Tool von Smartfit errechnen: Wähle dazu das gewünschte Rad in unserem Shop aus. Unterhalb der Größenoptionen findest du dann die Möglichkeit, deine Rahmengröße zu errechnen. Die jeweiligen Herstellergrößenschlüssel werden dabei natürlich berücksichtigt.

Die Laufradgrößen bei Mountainbikes

Ein weiteres wichtiges und nicht uninteressantes Thema beim Mountainbike ist die Größe der Laufräder. Während um die 2000er 26 Zoll als das Mountainbike-Laufradmaß galt, sind inzwischen die Laufradgrößen 27,5 Zoll (auch 650B genannt) und 29 Zoll die gängigsten Laufradgrößen.
Doch wozu gleich zwei unterschiedliche Größen? Und was ist nun besser? Eine Frage, bei der jeder seine eigene Wahrheit hat. Denn zweifelsohne gibt es vor und Nachteile bei beiden Größen.

27,5 Zoll
27,5 Zoll Laufräder sind die wendigeren und weniger trägen Kandidaten. Mit 58,5 cm Durchmesser und einem Laufradumfang von um die 222 cm haben diese Laufräder ein gutes Gleichgewicht aus Wendigkeit, Ab- bzw. Überrollverhalten und geringer Trägheit.

29 Zoll
Allerdings hat auch ein 29 Zoll Laufrad einige unschlagbare Vorteile. Durch ihren größeren Durchmesser von 62,2 cm und den größeren Radumfang von 233 cm haben sie ein noch besseres Ab- und Überrollverhalten, was sie (bei gleicher Bereifung) in der Ebene schneller macht und Hindernisse besser überwinden lässt. Der Nachteil ist das Mehrgewicht und die damit verbundene Trägheit. Die größeren Laufräder lassen sich somit schlechter „auf Tempo bringen“. Erstmal dort angekommen, laufen sie jedoch ruhiger.

Mullet-Bauweise
Ein Hybridkonzept dieser beiden Laufradgrößen ist die Mullet-Bauweise. Sie kombiniert ein 27,5 Zoll Hinterrad mit einem 29 Zoll Vorderrad und soll so die Vorteile der beider Laufradgrößen zur Geltung bringen. Ein Vorderrad, das Hindernisse perfekt überwindet und ein Hinterrad, dass das Bike mobil und flexibel macht.

Bereifung und Reifenbreiten am MTB

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass es sich hier um eine oberflächliche Erläuterung handelt, da das Thema Reifen und Reifenbreiten selbst für einen eigenen Beitrag reichen würde. Grob lässt sich jedoch folgendes sagen:

Am Mountainbike gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Bereifungen. In erster Linie wird hier zwischen Draht- und Faltreifen unterschieden. Während der Drahtreifen eine mit Drahtgeflecht verstärkter Reifenflanke hat und aufgrund seines hohen Gewichtes und des hohen Pannenschutzes eigentlich ausschließlich im Downhillbereich genutzt wird, ist der Faltreifen leichter und weniger träge besitzt aber auch weniger Pannenschutz. Gerade bei Enduro Bikes gibt es daher häufig die Möglichkeit, sein Rad auf Tubeless (Schlauchlos) umzubauen. Hier wird kein Schlauch im Hinterrad verbaut, sondern eine Dichtmilch, die den Reifen von innen abdichtet. Wie das funktioniert, kannst du in unserem Beitrag zur Tubeless-Umrüstung lesen. Zusätzlich wird im Hinterrad oft ein Tire-Inlay (eine Art Schaumstoffwurst oder Matte) mit verbaut, um eine höhere Pannensicherheit zu gewähren.

Ein weiterer großer Unterschied bei der MTB-Bereifung ist zudem die Profilart und die Breite. Diese wird in Zoll angegeben. Am häufigsten sind hier Reifenbreiten von 2.2 Zoll bis hin zu 3.0 Zoll verbaut, wobei ab 2.6 Zoll von sogenannten „Plus-Bikes“ die Rede ist. Der Vorteil der verschiedenen Reifen breiten ist recht einfach erklärt: Desto breiter der Reifen desto mehr Auflagefläche bietet er. D.h. mehr Grip, aber auch ein schwammigeres Fahrgefühl und mehr Rollwiderstand. Ist ein Reifen schmaler, hat er weniger Auflagefläche. Das führt zu weniger Grip, allerdings einem direkteren Fahrgefühl und weniger Rollwiederstand.

Bei der Profilwahl gibt es ein großzügiges Angebot. Grundsätzlich gilt: Desto gröber das Profil, desto griffiger der Reifen. Allerdings gilt auch: Desto gröber das Profil, desto schlechter rollt ein Reifen. Wie so oft gibt es hier keine Eier legende Wollmilchsau und man muss sich nach persönlicher Präferenz entscheiden. Des Weiteren gibt es für alle möglichen Wetterbedingungen spezielle Reifen. Matschreifen mit grobem und weitem Profil sind hier das gängigste Beispiel. Um nicht aus dem Rahmen zu fallen will ich es bei dieser groben Beschreibung belassen.

Kaufberatung Mountainbike

Bevor du ein MTB kaufst, solltest du folgende Fragen beantworten. Anhand dieser Fragen findest du das richtige MTB für dich. Welches Rad du brauchst ergibt sich aus deinen Antworten. Addiere die Punktzahl hinter jeder deiner Antworten zusammen. Welches Bike deine Wünsche am ehesten erfüllt, verrät dir deine Punktzahl.

Frage Punkte
Wo soll dein Bike besonders schnell sein?
A. Bergan und auf Forstwegen
B. Auf Forstwegen und leichten Trails und Abfahrten
C. Bergab und auf den meisten Trails
D: Bergab und auf anspruchsvollen, rauen Trails
E. Auf der Downhillstrecke
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Möchtest du mit deinem Bike Touren fahren?
A. Ja, sportive und mit viel Tempo
B. Ja, vielfältige längere Touren
C. Ja, Touren unterschiedlichster Art
D. Ja, aber wenn eher bequem rauf und schnell runter
und auch mal im Bikepark
E. Nein, ich fahre nur in Bikeparks und auf Downhillstrecken
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Fährst du gerne Trails? Wenn ja welche?
A. Nicht unbedingt, aber wenn dann nichts zu heftiges
B. Ja, ich lasse auch gern mal laufen
C. Sicher! Alles was mir unter die Räder kommt
D. Klar, es muss richtig scheppern, am liebsten richtig schnell
E. Downhillstrecken und Jumplines
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Wie wichtig ist dir das Gewicht deines Bikes?
A. Sehr wichtig, Hauptsache leicht
B. Schon wichtig
C. Solange es sich gut fährt bin ich zufrieden
D. Nicht so wichtig, stabil soll es sein
E. Überhaupt nicht wichtig, bergan schieb ich.
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Wie stellst du dir die Sitzposition auf deinem Bike vor?
A. sehr sportlich
B. sportlich
C. tourentauglich
D. aufrecht
E. Ich sitze eh nur am Lift im Sattel
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5-9 Punkte: Cross Country Bike
10-14 Punkte: Down Country Bike
15-19 Punkte: Trail Bike
20-24 Punkte: Enduro Bike
25 Punkte: Downhill Bike

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Jetzt weißt du hoffentlich ganz genau, welches Mountainbike das Richtige für dich ist! Wir hoffen wir konnten dir bei der Wahl deines neuen Traumbikes weiterhelfen. Solltest du noch weitere Fragen rund ums Thema MTB haben kannst du dich gerne an unsere Fachverkäufer am Telefon oder im Laden wenden.

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